Klinikchefs erzeugen enormen Druck auf PiA

Liebe PiA und StreikunterstützerInnen,

es kann sein, dass einige Klinikchefs in dieser Situation, kurz vor dem Streik, enormen Druck erzeugen, z.B. PiA zu Einzelgesprächen einladen und ihre machtvolle Position ausnutzen, um mit Kündigung zu drohen bzw., um den Streik auf diese Art zu verhindern. Das ist keine Form der Gesprächsbereitschaft, und dies macht nur deutlich, wie richtig unser Euer Anliegen ist. Dieser Umgang von Seiten der Klinik ist als fragwürdig, undemokratisch und v.a. Angsterzeugend zu verurteilen, ggf. also auch zu veröffentlichen. In HH gab es das leider ebenfalls des Öfteren. Hier wurde, ähnl. wie in Berlin, massivster Druck auf die PiA ausgeübt. Darum geht es: Bislang kaum Rechte für PiA, Grauzonen, undemokratische Verhältnisse, unadäquate Verträge fehlende Tarife, d.h. endlich die Ausbeutung an dieser Stelle gemeinsam zu beenden, Verbesserungen auf den Weg zu bringen.

Wenn es arg(er) kommt, sollte ein guter Anwalt, z.B. von ver.di, für Arbeitsrecht eingeschaltet werden. Alle Beteiligten sollten in dieser Sache unbedingt weiter zusammenstehen, und unter Druck in dieser Situation Einzelgespräche! mit der Klinikleitung eher nicht zulassen, Ausnahme: Kooperation der Klinik mit Protestbewegung. Auch in einer Gruppensituation Bündnispartner innen, gern auch aus der Klinik, mit in das Gespräch nehmen, Termin vertagen. Ganz wichtig, ggf. Vertrauenspersonen in der Klinik von ver.di einbeziehen. Gibt es Psychologen Ärzte, die sich mit Euch namentlich verbünden, wer kann es bei Euch vor Ort sein? Gespräche mit Klinikchefs sind im Grunde ja positiv, doch wichtig!, nicht in dieser Form des Umgangs mit Macht. D.h. auch Verbände und Gewerkschaft können sich mit Einzelpersonen namentlich hinter die PiA stellen: Fax, E-Mails an die Kliniken, Pressemitteilungen usw.

Im Grunde macht dieser Versuch der Klinik(en) nur deutlich, wie bitterernst! die oft verharmloste Situation für die PiA, insgesamt für den Nachwuchs einer PT-Profession, ist.

Ihr erlebt leider die dunklen Seiten des Streikes der Macht. Also: Gerade jetzt ist dem Druck der Klinikchefs möglichst nicht! nachzugeben, in der Gruppe bleiben! Im Zweifelsfall sollten solche Repressalien an die Öffentlichkeit gebracht werden. Den Druck aushalten, zusammen bleiben, „warm anziehen“ und unbedingt bei den berechtigten Forderungen bleiben!
Die Hamburger PiA werden sich in großen Teilen am 8.12. gegen Mittag vor dem UKE treffen und ebenfalls ihr letztes Hemd dafür geben.

Solidarische Grüße, Kerstin (PiA-Netz-Hamburg)

Quelle: PiA-Talk auf www.piaportal.de