PiA auf dem Klageweg?

Am 10. Okt. 2013 fand die von ver.di organisierte Informations- und Diskussionsveranstaltung: Psychotherapeuten/-innen in Ausbildung (PiA) – Unterwegs auf dem Klageweg?! statt. Das Protokoll kann man hier als PDF herunterladen.

Neben Interessensvertretungen der Arbeitnehmer (Betriebsräte, BR, Personalräte, PR oder Mitarbeitervertretung, MAV) der Krankenhäuser Charité Universitätsmedizin Berlin, Pinel gGmbH, Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge gGmbH, Schlosspark-Klinik-GmbH und Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH, Gerd Dielmann (bis 2012 Bereichsleiter Berufspolitik bei ver.di) Volker Gernhardt (stellv. BR-Vorsitzender Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH) waren folgende PiA-Organisationen vertreten:

  • Rat des Berliner PiA-Forums
  • PiA-Sprecherin der Psychotherapeutenkammer Berlin
  • zahlreiche PiA für gerechte Bedingungen!
  • sowie ca. 30 Berliner PiA

Unsere Kollegin Katharina Simons (ver.di PiA-AG Berlin) berichtete:

  • Charité, Vivantes & Pinel seien die Hauptausbildungsträger in Berlin. Eine vollständige Liste der ausbildenden Krankenhäuser sei durch das LaGeSo erstellt worden, sei dem PiA-Forum bisher jedoch noch nicht ausgehändigt worden. Der Protest zeige gute Erfolge.
  • Die konkrete politische Arbeit in den Betrieben werde jedoch durch folgende Hürden erschwert:
  • PiA sind nur höchstens 1-1,5 Jahre am Stück im Rahmen der Praktischen Tätigkeit in einer Klinik beschäftigt. Dies erschwere eine kontinuierliche innerbetriebliche Zusammenarbeit mit der Vertretung der Arbeitnehmer.
  • Häufig bestehe kein reguläres Angestelltenverhältnis, sodass die Beschäftigung von PiA nicht in den betrieblichen Strukturen abgebildet ist.
  • Es gibt keine klare gesetzliche Grundlage für Form und Inhalt der Praktischen Tätigkeit. Dies führe zu einer großen Diversität der Beschäftigungsverhältnisse auch innerhalb eines Betriebes.
  • PiA kennen sich mit den Vertretungsstrukturen der Arbeitnehmer bisher noch nicht gut aus, wie auch diese die PiA-Problematik bisher nicht immer kennen.
  • Sie berichtet daraufhin, dass es neben der ver.di PiA-AG Berlin eine PiA-Vertretung in der Berliner Psychotherapeutenkammer gebe, sowie das Berliner PiA-Forum, das Treffen der PiA-Sprecher der Institute. All diese Strukturen sind gut miteinander vernetzt und können die Interessensvertretung der PiA in den Kliniken unterstützen und die Kontinuität fördern.