Online-Untersützung für das PiA-Politik-Treffen

Wir freuen uns 128 Unterstützerinnen und Unterstützer unserer Online-Kampagne. Damit haben wir am Tag des 4. PiA-Politik-Treffens gleichzeitig über 76.000 Personen erreicht und auf unsere Situation aufmerksam gemacht. Wir bedanken uns v.a. bei Marina Weisband für Ihre Unterstützung (siehe Tweet unten).

#Psychotherapie: Ich möchte eine Ausbildungsreform für PsychotherapeutInnen und unterstütze das #PiAPolitik-Treffen http://t.co/CpIm8t5zej

— Marina Weisband (@Afelia) September 23, 2013

 

Heute Bundestagswahl – morgen PiA-Politik-Treffen

Die Reform des PsychThG soll in Koalitionsverhandlungen berücksichtigt und in der kommenden Legislaturperiode umgesetzt werden! Denn nur eine gesetzliche Änderung, kann langfristig die Ausbeutung von angehenden PsychotherapeutInnen verhindern. Alle bisherigen Erfolge (geringfügige Erhöhungen der Vergütung in den Kliniken) sind willkürliche Entscheidungen und können jederzeit wieder zurück genommen werden. Außerdem haben viele Kliniken auf unseren Protest gar nicht reagiert und wir sind von einer angemessenen Bezahlung unserer Leistung während der praktischen Tätigkeit meilenweit entfernt.

Deshalb der Aufruf an alle: Beteiligt euch an der Wahl! Macht von euerm Wahlrecht Gebrauch und wählt die Partei, die am wahrscheinlichsten die Reformvorschläge umsetzen wird. Schwarz-Gelb hat es in der zu Ende gehenden Legislaturperiode versäumt. Wir hörten Versprechungen (die Bund-Länder-Arbeitsgruppe kümmert sich drum), aber dabei blieb es auch. SPD und Grüne zeigten in den vergangen Jahren Initiative. Aber würden sie die Reform umsetzen, wenn sie an die Macht kämen? Als Oppositionsparteien haben sie nur wenig Einfluss auf Gesetzesvorhaben, wie wir bisher erleben konnten.

Wir haben im Vorfeld der Wahl einige Abgeordnete auf die notwendige Reform aufmerksam gemacht. Hier können die Antworten nachgelesen werden:

http://psychotherapeutenwiki.de/Berufspolitik/Antworten_von_Abgeordneten/

Morgen findet das 4. PiA-Politik-Treffen in Berlin statt: http://piapolitik.de/
Es gibt 50 Anmeldungen, Gäste sind Vertreter der Bundespsychotherapeutenkammer und des Bundesgesundheitsministeriums. Im Programm stehen Vorträge, Diskussionen und Workshops. Wer nicht teilnehmen kann, sich aber trotzdem engagieren will, kann das Treffen über seine Facebook- oder Twitter-Stimme unterstützen:

http://thndr.it/1fNquKd

+++ TERMINE +++

17.09.13, 18 Uhr: PiA in & vor die Kammer! – Konstituierende Delegiertenversammlung PtK Berlin, Apothekerkammer Berlin, Littenstr. 10, 10179 Berlin
https://www.facebook.com/events/195179570660679/

18.09.13, 17 Uhr: PiA-Treffen bei ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg, Köpenicker Str. 30, 10179 Berlin-Mitte
https://www.facebook.com/events/696876753660732/

23.09.13: 4. PiA-Politik-Treffen, 9.30 – 17.30 Uhr, DGB-Gewerkschaftshaus, Keithstraße 1+3, 10787 Berlin (Schöneberg)
http://piapolitik.de/
!!! Unterstütze das PiA-Politik-Treffen: http://thndr.it/1fNquKd !!!

10.10.13: PiA-Tagung bei ver.di („PiA auf dem Klageweg?!), 15-18 Uhr, ver.di Bundesverwaltung, Raum: AIDA, Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin
https://www.facebook.com/events/501797703201867/

15.10.13: PiF – Berliner PiA-Forum, Vernetzungsorgan der Berliner PPiA und KJPiA, 19.30 Uhr, dgvt
http://piaforum.de/

27.10.13: ver.di PiA-AG (bundesweites Treffen), 11-16 Uhr, ver.di Bildungszentrum „Clara Sahlberg“ Berlin Wannsee, Koblanckstr. 10, 14109 Berlin, Anmeldung bei Sandra Koziar, ver.di, Fachbereich 3, 030/6956-1852, sandra.koziar@verdi.de
https://www.facebook.com/events/470541143042561/

Presse zum Flashmob in Münster

Angehende Therapeuten stehen still
Flashmob als Protest gegen prekäre Ausbildungsbedingungen
Münster – Knapp 200 Psychotherapeuten in Ausbildung haben an der Stubengasse mit einem Flashmob unter dem Motto „Stillstand seit 1999 – Reform jetzt“ auf die prekären Bedingungen in der Psychotherapieausbildung aufmerksam gemacht. Sie haben die Szenerie „eingefroren“, sich für einige Minuten nicht bewegt.

Weiter:
http://www.wn.de/Muenster/Angehende-Therapeuten-stehen-still-Flashmob-als-Protest-gegen-prekaere-Ausbildungsbedingungen

Presse zum Flashmob in Dresden

Angehende Dresdner Psychotherapeuten protestieren gegen Hungerlöhne
Stephan Hönigschmid
Dresden. Mit einem Flashmob haben angehende Psychotherapeuten sowie Psychologiestudenten am Montag in Dresden vor der Frauenkirche gegen ihre schlechten Ausbildungsbedingungen protestiert. Um auf ihre Situation aufmerksam zu machen, verharrten sie fünf Minuten wie festgefroren.

Weiter:
http://www.dnn-online.de/dresden/web/regional/kultur/detail/-/specific/Angehende-Dresdner-Psychotherapeuten-protestieren-gegen-Hungerloehne-749365060

Flashmob in Osnabrück: Artikel in der Osnabrücker Zeitung

Psychotherapeuten in Ausbildung protestieren
Flashmob in Osnabrück erregt wenig Aufmerksamkeit
Osnabrück Wer vorab nicht Bescheid wusste, blieb beim Anblick der für einen Moment wie erstarrt wirkenden jungen Leute auf dem Nikolaiort ratlos. Nur fünf Minuten dauerte der Flashmob, bei dem auf einen Pfiff hin alle Teilnehmer regungslos verharrten. Auf den Schlusspfiff hin verstreuten sie sich sofort wieder in alle Richtungen.

Weiter:
http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/248026/flashmob-in-osnabruck-erregt-wenig-aufmerksamkeit

Pressemitteilung: Bundesweiter Flashmob am 9.9.2013

Psychotherapeuten in Ausbildung – PiA
Bundesweiter Flashmob am 9. 9. 2013:
„Stillstand seit 1999 – Reform jetzt!“

Berlin, 06.09.2013. Mit einem bundesweiten Freeze-Flashmob machen am 9. September 2013 um 19 Uhr die Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) auf ihre Ausbildungsmisere aufmerksam. In vielen deutschen Städten – Berlin, Bielefeld, Braunschweig, Dresden, Frankfurt/Main, Hamburg, Hannover, Münster, Oldenburg, Osnabrück, Trier, Tübingen – weitere kommen hinzu – werden sich die PiA und ihre Unterstützer/innen treffen und fünf Minuten in der Bewegung verharren.

Pressemitteilung hier als PDF herunterladen

+++ Last minute: Flashmob-Newsticker +++

HEUTE 19.00 Uhr – 19.05 Uhr

Berlin – Alexanderplatz (nähe Weltzeituhr)
Bielefeld – Jahnplatz
Braunschweig – Schloss-Vorplatz (Haupteingang)
Dresden – Treppenstufen Brühlsche Terasse, ggü. der Hofkirche
Frankfurt – Hauptwache
Hamburg – Rathausmarkt (Mitte)
Hannover – Hauptbahnhof (Ernst-August-Platz), auf dem Bahnhofsvorplatz (unter der Reiterstatue) 18:45 Uhr
Konstanz – Marktstätte (vor dem Brunnen)
Münster – Stubengasse (Platz vor Esprit, KarstadtSport…)
Oldenburg – ZOB am Hauptbahnhof
Osnabrück – Nikolaiort
Trier – Kornmarkt
Tübingen – Holzmarkt

http://piapolitik.de/2013/08/flashmob-der-protest-lebt/
https://www.facebook.com/pia.im.streik

+++ Flashmob-Newsticker 02.09.13 +++

MÜNSTER – auf der Stubengasse
(Platz vor BarCelona, Esprit, KarstadtSport etc.)
Fragen & Info können an Dr.Hoge@gmx.de gerichtet werden.
Wann: Montag, 9. September 2013, 19:00-19:05 Uhr
After-Hour: Treffen an den Kugeln am Aasee – Getränke bringt jederselber mit 🙂

BIELEFELD – Jahnplatz 19 Uhr
Im Rahmen einer bundesweiten Aktion findet auf dem Jahnplatz ein Freeze-Flasmob statt, um auf die miesen Bedingungen innerhalb der Psychotherapie-Ausbildung aufmerksam zu machen und dagegen zu demonstrieren.

Der Flashmob beginnt und endet mit einem lauten Pfiff. In den fünf Minuten bis zum zweiten Pfiff soll sich, egal, in welcher Position man sich grade befindet, nicht bewegt werden.

Hintergrund: An der prekären Situation der PsychotherapeutInnen in Ausbildung (PiA) hat sich seit Inkrafttreten des Psychotherapeutengesetzes 1999 nichts geändert. Wer psychologisch-therapeutisch arbeiten will, muss dafür nach Abschluss seines Studiums eine eigenfinanzierte Ausbildung zum/zur Psychologischen PsychotherapeutIn absolvieren. Im obligatorischen Psychiatriejahr werden die PiAs zwar oft als normale ArbeitnehmerInnen eingesetzt, aber von ihren Kliniken nur unzureichend bis gar nicht(!) bezahlt.

Komm vorbei und mach mit!

Weitere Infos gibt es unter unter: www.piapolitik.de, www.pia-im-streik.de und bei https://www.facebook.com/pia.im.streik

+++ Flashmob-Newsticker 1.9.13 +++

Liebe PiA, 11 Städte machen bereits sicher beim Flashmob mit! Eure KollegInnen in MÜNCHEN, MANNHEIM/HEIDELBERG & HANNOVER suchen noch MitstreiterInnen, um was auf die Beine zu stellen! Bitte wendet euch an sartorius-psychotherapie@t-online.de wenn ihr Lust habt, mitzuorganisieren! Der Countdown läuft…

+++ Bundesweite Flashmob-Aktion am Montag, 9.9.2013 +++

HAMBURG – 19 Uhr

MÜNSTER – 19 Uhr

DRESDEN: Treppenstufen an der Brühlschen Terasse, ggü. der Hofkirche – Treffpunkt 18:15 Uhr
Ablaufplan:
• pünktliches Treffen, um T-Shirts/Flyer zu erhalten;
• Erklärung weiteren Vorgehens (gemeinsames laufen/verteilen am Ort der Wahl, um von 19:00 – 19:05 still zu stehen. Start- und Stoppsignal ist ein Pfiff. Wichtig ist, dass wir uns vorher unauffällig unter die Menschen mischen
und danach auch unauffällig sofort wieder gehen. Fragen werden später beantwortet)
• Wichtig: bringt euch regenfeste Kleidung mit; überlegt euch eine Pose, in der ihr auch tatsächlich 5 Minuten lang verharren könnt

BERLIN: Alexanderplatz (nähe Weltzeituhr) –
– Warm-Up: 18:30 Uhr Fernsehturm (vorm Haupteingang)
– After-Hour: 19:30 Uhr Café Cinema (Rosenthaler Straße 39, 10178 Berlin)
Hallo liebe Flashmob-TeilnehmerInnen! Gibt es noch jemanden von Euch, der gerne beim Video-Dreh noch dabei sein will und ein bisschen früher schon kommen kann (so gegen 16 Uhr ca.)? –> sartorius-psychotherapie@t-online.de

FRANKFURT: Hauptwache – 19 Uhr
Warm-up: 18.30 Uhr am Maredo an der Hauptwache

TÜBINGEN: Holzmarkt – 19 Uhr
Wir laden ein zum Vortreffen am 2.9. um 19 Uhr hinter der Stiftskirche!

OSNABRÜCK: Nikolaiort http://goo.gl/maps/6MV7K – 19 Uhr

OLDENBURG: ZOB am Hauptbahnhof http://goo.gl/maps/whwl9 – 19 Uhr

BIELEFELD: Jahnplatz – 19 Uhr

LANGEOOG: Hauptstraße – 19 Uhr
Es werden noch Teilnehmer gesucht! Bitte melden: psychotherapeutinnen-in-Ausbildung@web.de

BRAUNSCHWEIG: Schloss-Vorplatz Haupteingang http://goo.gl/maps/V5kxP – 19 Uhr

+++ Flashmob-Newsticker 25.08.13 +++

Aktionsstädte (laufende Aktualisierung):

Berlin – Alexanderplatz (nähe Weltzeituhr): http://on.fb.me/156Zuq1
Frankfurt – Hauptwache: http://on.fb.me/1f9d2jy
Hamburg – genauer Ort in Kürze hier: http://on.fb.me/1dcw2Rp
Dresden – genauer Ort in Kürze hier: http://on.fb.me/17Sx2UI
Bielefeld – Jahnplatz: http://on.fb.me/12vW50a
Tübingen – Holzmarkt: http://on.fb.me/16sowJC
Münster – genauer Ort in Kürze hier: http://on.fb.me/17avSFS
Langeoog – Hauptstraße: http://on.fb.me/14rMOHF
Oldenburg – genauer Ort in Kürze hier: https://www.facebook.com/events/575403869172867/
…und in Kürze mehr!

Infos unter: www.piapolitik.de & https://www.facebook.com/pia.im.streik

Flashmob am 9. September – Der Protest lebt!

Flashmob – Der Protest lebt!

Liebe PiA, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

bald wird wieder gewählt, und damit werden auch alle politischen Vorhaben neu geschneidert. Wir wollen die Reform der Psychotherapie-Ausbildung auf der Agenda in den Koalitionsverträgen ganz oben sehen!

Um das zu forcieren, planen wir einen bundesweiten Freeze-Flashmob am 9.9.2013 um 19:00 Uhr unter dem Motto: “Stillstand seit 1999 – Reform jetzt!”

Damit ihr euch etwas mehr vorstellen könnt, hier ein Beispiel für einen Freeze-Flashmob: http://youtu.be/jwMj3PJDxuo

Wir brauchen ganz viele Leute, die gleichzeitig (und in vielen Städten) 5 Minuten still stehen und dann so tun, als wäre nichts gewesen (was euch nicht davon abhalten soll, hinterher bei einem après-Flashmob zu feiern…).

Das ganze wird dokumentiert und ein Film daraus gemacht. Nehmt Eure Handy-Kameras mit und filmt fleißig!

HIER:
http://piapolitik.de/wp-content/uploads/2013/08/Flashmob_Anleitung+Flyer1.pdf
findet Ihr eine Anleitung zur Organisation des Ganzen. Macht mit, organisiert in Eurer Stadt einen Flashmob und meldet Euch unter Angabe einer Ansprechperson zur Koordination der Aktion per E-Mail bei Ariadne: sartorius-psychotherapie@t-online.de

Facebook-Event: https://www.facebook.com/events/642159655798744/

Aktuelle Infos dazu findet Ihr auch auf der PiA im Streik Facebook-Seite, www.pia-im-streik.de und hier (http://piapolitik.de/2013/08/flashmob-der-protest-lebt/)!

Euer Aktions-Team!

Flyer zum Download: http://piapolitik.de/wp-content/uploads/2013/07/Flyer_QR-code_piapolitikvideo.pdf

Aktionsstädte (laufende Aktualisierung):

Berlin – Vorbereitungstreffen in Planung
Frankfurt – Römerplatz Karte
Dresden – genauer Ort in Kürze hier
…und in Kürze viele mehr!

http://piapolitik.de/2013/08/flashmob-der-protest-lebt/

MACH MIT: SCHREIBE AN DEINEN ABGEORDNETEN

+++ MACH MIT: SCHREIBE AN DEINEN ABGEORDNETEN +++

Betreff: Schreibe deine PiA-Probleme an deinen Bundestagsabgeordneten – mach mit und werde aktiv!

Liebe PiA, denen die momentane Ausbildungssituation zuwider ist,

Wir wollen gemeinsam das Wahljahr 2013 nutzen und nach den gelungenen Protestaktionen 2012 unsere eigenen Bundestagsabgeordneten mit der Nase auf die katastrophale Ausbildungssituation in der Praktischen Tätigkeit stoßen! Mach mit!

Warum? Wir wollen die längst überfällige Gesetzesreform in Gang bringen!

Im Anhang sind zwei Musterbriefe und eine Liste der Abgeordneten (nach Wahlkreisen sortiert). Falls es dir schwer fällt, deinen Wahlkreis zuzuordnen kannst du ihn hier mit PLZ und Wohnort suchen http://www.bundestag.de/bundestag/wahlen/wahlkreise09/

Bitte schreibe deine Erfahrungen in PT I und PT II in den roten Bereich der Musterbriefe. Bitte individualisiere auch den Rest des Briefes etwas, damit ein MdB nicht zu oft den selben Brief bekommt und dein Brief ungelesen zur Seite gelegt wird.

Was ist in deinem Brief wichtig? Betone deine hohe Eingangsqualifikation mit Hochschulabschluss (Dipl. Psych,/ M. Sc. Psych./ Dipl. Päd./ M. A. Päd.) und schildere deine prekäre Situation in der PT I und II.

• Was war dein Aufgabenfeld? Einzeltherapie? Gruppentherapie? Arztbriefe? Medikamente?
• Für wieviele Patienten warst du verantwortlich? Alleine?
• War ein approbierter Psychologischer Psychotherapeut auf deiner Station? War ein Facharzt auf deiner Station?
• Wieviel Anleitung hast du bekommen? Wer hat dich angeleitet – ein Assistenzarzt, ein Facharzt, ein Psychologe ohne Approbation, ein Psychologischer Psychotherapeut mit Approbation? Wie viele Stunden Supervision pro Woche mit wie vielen PiAs?
• Was hast du verdient?
• Wenn du möchtest, benenne deinen Arbeitgeber.
• Mache auf die Erkenntnisse aus der 85. Bundesgesundheitsministerkonferenz am 28.05.2012 in Saarbrücken und das Forschungsgutachten zur Ausbildung (s. Anhang) aufmerksam!

Achte darauf, dass du kein Bild zeichnest, in dem du dich überfordert schilderst, sondern betone die mangelnde Anleitung.

Wenn du möchtest, lass auch Freunde und Verwandte deine Situation an ihr MdB schicken.

Viele Grüße

Robin Siegel, Peter Freytag, Oliver John, Inga Ladwig & Martina Reimitz
im Auftrag der Mitglieder des PiA-Politik-Treffens und der Bundeskonferenz PiA

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MUSTERBRIEF A:

Sehr geehrter Herr/Frau MdB ….

ich schreibe Sie als Mitglied des Bundestages meines Wahlkreises an, da ich Sie auf ein dringendes Probleme in der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten gemäß §2 Psychotherapeutengesetz (PsychThG) aufmerksam machen will. Ich selber durchlaufe diese Ausbildung seit XXXX. Während ich sie insgesamt als qualitativ sehr hochwertig erlebe, halte ich insbesondere den Ausbildungsbestandteil „praktische Tätigkeit“ nach §2 der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Psychologische Psychotherapeuten (PsychTh-APrV) für problematisch.

[HIER PERSÖNLICHE ERFAHRUNGEN EINFÜGEN: Ich selber habe XXXX meine praktische Tätigkeit in der psychiatrischen Abteilung der Kliniken Essen-Mitte absolviert. Ich verfüge als notwendige Eingangsqualifikation zur Ausbildung einen Universitätsabschluss als Diplom-Psychologe. Obwohl ich mit Ausnahme des ersten Einarbeitungsmonats durch die eigenständige Durchführung von Einzelgesprächen (unter gelegentlicher Supervision) und auch der Durchführung von Gruppen unter anderem für Alkoholabhängige Patientinnen und Patienten an der psychiatrischen Versorgung beteiligt war, hat mir die Klinik meine Arbeit zunächst überhaupt nicht und erst nach 7 Monaten mit 400€ pro Monat vergütet.]Dieser Zustand ist offensichtlich kein Einzelfall, was auch das vom Bundesministerium für Gesundheit in Auftrag gegebene Forschungsgutachten zur Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten zeigt: 65 % der Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) führen eigenständig Einzelgespräche und 54 % führen eigenständig Gruppengespräche durch, wobei 50% keine Vergütung und weitere 25% nur eine Vergütung in Höhe von maximal 750€ erhalten.

Diese Schere zwischen der einerseits hohen Verantwortung der PiA durch die Teilnahme an der psychiatrischen Versorgung sowie am Menschen und die andererseits geringe Vergütung ist aus meiner Sicht – sowie beispielhaft aus der Sicht des Landesarbeitsgericht Hamm, Az. 11 Sa 74/12, 29.11.2012 – sittenwidrig und unhaltbar. Diesen Zustand hat auch die 85. Bundesgesundheitsministerkonferenz der Länder auf ihrer Sitzung am 28.05.2012 in Saarbrücken angeprangert.

Da es sich beim Psychotherapeutengesetz und der dazugehörigen Ausbildungs- und Prüfungsordnung um ein Bundesgesetz handelt, richte ich mich mit diesem Schreiben an Sie, als Vertreter meines Wahlkreises, und bitte Sie hier umgehend Änderungsvorschläge einzubringen und durchzusetzen bzw. bei evtl. Koalitionsgesprächen nach der Bundestagswahl auf die Tagesordnung zu bringen!

Für weitere Informationen zu diesem Thema stehe ich Ihnen natürlich gerne zur Verfügung und verbleibe

mit freundlichen Grüßen,

______________________________________________________________________________________________________

MUSTERBRIEF B:

Sehr geehrte/r Frau/ Herr N.N.,

hiermit möchte ich Sie als Vertreter/in meines Wahlkreises im Bundestag auf gravierende Missstände in der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten hinweisen, die im Zuge der Novellierung des Psychotherapeutengesetzes behoben werden sollten. Ich beziehe mich an dieser Stelle auf die oft prekäre Situation der PsychotherapeutInnen in Ausbildung während der im §2 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (PsychTh-APrV) geregelten “Praktischen Tätigkeit“.

In seiner bisherigen Umsetzung bringt dieser maßgebliche Baustein des Ausbildungsganges für mich und meine KollegInnen nicht hinnehmbare Zumutungen mit sich, die sich aus dem unzureichend geklärten Status der PsychotherapeutInnen in Ausbildung (PiA) im Gesundheitssystem ableiten: Einerseits werden PiA von den Kliniken vielfach anspruchsvolle therapeutische Aufgaben übertragen, andererseits wird deren Vergütung mit dem Verweis auf fehlende Qualifikationen als Therapeut verwehrt.

HIER PERSÖNLICHE ERFAHRUNGEN EINFÜGEN: So wurde ich etwa während meiner 12-monatigen Tätigkeit an den Rheinischen Kliniken Köln durchgängig mit Einzel- und Gruppentherapien betraut, bei deren Durchführung ich lediglich durch ein wöchentliches Supervisionsangebot unterstützt wurde. Die einzige “Vergütung“ dieser Tätigkeit bestand jedoch in der Bereitstellung kostenloser Mahlzeiten in der Kantine, obwohl ich neben einem abgeschlossenen Hochschulstudium auch auf eine mehrjährige Tätigkeit als Diplom-Psychologe in den Bereichen Forschung und Lehre verweisen konnte.]

Die Diskrepanz zwischen professioneller Beanspruchung und materieller Vergütung während meiner Praktischen Tätigkeit im Rahmend der PsychTh-APrV stellt keine Ausnahme dar. Wie Sie dem Forschungsgutachten zur Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten des Bundesministeriums für Gesundheit entnehmen können, ist die Praktische Tätigkeit für die Mehrzahl der PsychotherapeutInnen in Ausbildung – vor allem in Ballungsräumen – ein wirtschaftlicher Balanceakt. Dieser Zustand ist aus meiner Sicht – sowie beispielhaft aus der Sicht des Landesarbeitsgericht Hamm, Az. 11 Sa 74/12, 29.11.2012 – sittenwidrig und unhaltbar.

Dass hinsichtlich der Regelung der Praktischen Tätigkeit ein dringender Veränderungsbedarf besteht, ist am 28.05.2012 auch von der Gesundheitsministerkonferenz der Länder festgehalten worden. Ich bitte Sie, als Mitglied des Bundestages und als VertreterIn meiner Region, um Ihre aktive Mitwirkung an der ausstehenden Novellierung des Psychotherapeutengesetzes. Nur auf diesem Wege kann die qualitativ hochwertige psychosoziale Grundversorgung in Deutschland langfristig gesichert werden!

Für Rückfragen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,
N.N.

Ort, Datum
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Die LISTE MIT SÄMTLICHEN ABGEORDNETEN aller Bundesländer erhaltet ihr auf Anfrage. Schreibt an:

psychotherapeutinnen-in-ausbildung@web.de