Parteien-Check, Vol. 3

Auf Facebook schrieb jemand:
„Konkrete Leistung der FDP in NRW: Die 1. Bürgermeisterin der Stadt Düsseldorf (FDP), gleichzeitig Mitglied im Landschaftsverband Rheinland (Eigentümer von Kliniken, wie der LVR Klinik) hat einen Antrag bezüglich der angemessenen Bezahlung der PiAs eingebracht, der die Kliniken auffordert PiAs fair zu bezahlen. Der Antrag wurde mehrheitlich angenommen. Einzelheiten sind derzeit in Verhandlung.“
https://www.facebook.com/pia.im.streik

Bundestagswahl am 22. September 2013

15.19.13.-01.09.2013

Nachtrag zu den Aktivitäten der Parteien:

Die Grünen:
Kleine Anfrage der Abgeordneten Birgitt Bender, Maria Klein-Schmeink, Dr. Harald Terpe, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Reform der Ausbildung von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten

Antwort der Bundesregierung am 21.10.2010:

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/033/1703352.pdf

Noch 22 Tage bis zur Wahl. Aber was wählen?

Noch 22 Tage bis zur Wahl. Aber was wählen? Hier ist eine kleine Auflistung einiger Parteien, die sich bisher zu den PiA-Aktivitäten und -Forderungen geäußert haben:

SPD:
http://www.jusos-ka-land.de/index.php?nr=69713
http://www.spd-mannheim.de/index.php?nr=54912&menu=1

Die Grünen:
PiA-Demos – grüne Aktivität rund um die Ausbildung von PsychotherapeutInnen“ (Beitrag vom 15.11.12)
Antwort des BMG auf schriftliche Frage Biggi Bender Ausbildung PsychotherapeutInnen Bund-Länder-AG“ (Beitrag vom 22.11.12)

Protokoll des Fachgesprächs am 20.06.12 in Berlin, zu dem Heiko Thomas, MdA im Berliner Abgeordnetenhaus, gesundheitspolitischer Sprecher von Bündnis 90/ Die Grünen, eingeladen hatte: http://psychotherapeutenwiki.de/Berufspolitik/Protokoll/

Die Linke:
Protokoll des 3. PiA-Politik-Treffens: http://psychotherapeutenwiki.de/Berufspolitik/Berliner_Agenda_Psychotherapie/ (mit Beiträgen von Martina Bunge, Die Linke und Jens Ackermann, FDP)

FDP:
Protokoll des 3. PiA-Politik-Treffens: http://psychotherapeutenwiki.de/Berufspolitik/Berliner_Agenda_Psychotherapie/ (mit Beiträgen von Martina Bunge, Die Linke und Jens Ackermann, FDP)

Macht euch ein persönliches Bild der Parteien und schreibt die Abgeordneten an:
http://piapolitik.de/2013/07/schreibe-deine-pia-probleme-an-deinen-abgeordneten/

Oder stellt ihnen Fragen auf abgeordnetenwatch.de: http://www.abgeordnetenwatch.de/

Einladung zum 4. bundesweiten PiA-Politik-Treffen

Wir laden Sie als interessierte Studierende, PiA oder Psychotherapeut/-in
(PP/KJP) ganz herzlich zum 4. bundesweiten PiA-Politik-Treffen ein.

Das Thema ist: „Was können wir konstruktiv zum Reformprozess beitragen?“

Datum: 23.09.2013
09:30 -17:30 Uhr (Kaffeetrinken ab 9:00 Uhr)
Ort: DGB-Gewerkschaftshaus
Keithstr. 1+3
10787 Berlin
U-Bhf. Wittenbergplatz

Schon 3x ist es gelungen, ein breites Bündnis von Aktiven in der PiA-Politik zusammen
zu bringen. Die Ergebnisse der letzten PiA-Politik-Treffen sowie aktuelle Informationen
finden Sie unter www.piapolitik.de.

Diesen Erfolg wollen wir weiterführen und uns erneut und vertieft mit den
Beteiligungsmöglichkeiten von PiA-Aktiven am Reformprozess befassen, sowie über
Qualitätsstandards der Ausbildung sprechen und die Konsequenzen der
arbeitsrechtlichen Klagen erörtern.

Alte wie neue berufspolitisch Aktive und Interessierte sind sehr willkommen! Bitte leiten
Sie diese Einladung an berufspolitisch Interessierte und „PiA-Organisationen“ weiter.
Ihre Anmeldung und ggf. Ergänzungen zur Tagesordnung richten Sie bitte bis zum
15.09.2013 an info@piapolitik.de

Vorläufige Tagesordnung
für das 4. PiA-Politik-Treffen am 23.09.2013 in Berlin

Moderation: Britta Pfennig

· Vorstellungsrunde mit Zielvorstellungen für den Tag

· Input:Peter Lehndorfer, BPtK, zum Stand der Reform
Peter Lehndorfer ist Beisitzer des Vorstandes der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) und
Vizepräsident der Bayerischen Landeskammer der Psychologischen Psychotherapeuten und der
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten.

· Input:Mitarbeiter/-in des BMG (angefragt), zum Stand der Reform
aus dem Referat 316 „Ausbildung und Berufszugang zu den Heilberufen und sonstigen Berufen im
Gesundheitswesen“

– Mittagspause mit Imbiss –

· Diskussion mit den Referenten/-innen und strategische Überlegungen: Was
können wir Aktive der PiA-Politik weiter konstruktiv und inhaltlich zum
Reformprozess beitragen?

· Blick in die Zukunft: Nach der Wahl ist vor der Wahl! PiA-Politik nach der Wahl
– PiA auf dem Klageweg – Aktueller Stand (Peter Freytag, VPP)
– Qualitätskriterien und Transparenz am Institut – Was können wir tun?
(Ricarda Müller, DFT)
– Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit – „Jetzt geht’s los!“

Mit kollegialen Grüßen
Ihr Organisationsteam
Manuel Becker (PiA für gerechte Bedingungen!), Peter Freytag (VPP/BDP),
Ariane Heeper (DGPT), Ricarda Müller (DFT), Ariadne Sartorius (bvvp),
Katharina Simons, ehem. Röpcke (PiA für gerechte Bedingungen!), Kerstin Sude (DPtV)

www.piapolitik.de
info@piapolitik.de

MACH MIT: SCHREIBE AN DEINEN ABGEORDNETEN

+++ MACH MIT: SCHREIBE AN DEINEN ABGEORDNETEN +++

Betreff: Schreibe deine PiA-Probleme an deinen Bundestagsabgeordneten – mach mit und werde aktiv!

Liebe PiA, denen die momentane Ausbildungssituation zuwider ist,

Wir wollen gemeinsam das Wahljahr 2013 nutzen und nach den gelungenen Protestaktionen 2012 unsere eigenen Bundestagsabgeordneten mit der Nase auf die katastrophale Ausbildungssituation in der Praktischen Tätigkeit stoßen! Mach mit!

Warum? Wir wollen die längst überfällige Gesetzesreform in Gang bringen!

Im Anhang sind zwei Musterbriefe und eine Liste der Abgeordneten (nach Wahlkreisen sortiert). Falls es dir schwer fällt, deinen Wahlkreis zuzuordnen kannst du ihn hier mit PLZ und Wohnort suchen http://www.bundestag.de/bundestag/wahlen/wahlkreise09/

Bitte schreibe deine Erfahrungen in PT I und PT II in den roten Bereich der Musterbriefe. Bitte individualisiere auch den Rest des Briefes etwas, damit ein MdB nicht zu oft den selben Brief bekommt und dein Brief ungelesen zur Seite gelegt wird.

Was ist in deinem Brief wichtig? Betone deine hohe Eingangsqualifikation mit Hochschulabschluss (Dipl. Psych,/ M. Sc. Psych./ Dipl. Päd./ M. A. Päd.) und schildere deine prekäre Situation in der PT I und II.

• Was war dein Aufgabenfeld? Einzeltherapie? Gruppentherapie? Arztbriefe? Medikamente?
• Für wieviele Patienten warst du verantwortlich? Alleine?
• War ein approbierter Psychologischer Psychotherapeut auf deiner Station? War ein Facharzt auf deiner Station?
• Wieviel Anleitung hast du bekommen? Wer hat dich angeleitet – ein Assistenzarzt, ein Facharzt, ein Psychologe ohne Approbation, ein Psychologischer Psychotherapeut mit Approbation? Wie viele Stunden Supervision pro Woche mit wie vielen PiAs?
• Was hast du verdient?
• Wenn du möchtest, benenne deinen Arbeitgeber.
• Mache auf die Erkenntnisse aus der 85. Bundesgesundheitsministerkonferenz am 28.05.2012 in Saarbrücken und das Forschungsgutachten zur Ausbildung (s. Anhang) aufmerksam!

Achte darauf, dass du kein Bild zeichnest, in dem du dich überfordert schilderst, sondern betone die mangelnde Anleitung.

Wenn du möchtest, lass auch Freunde und Verwandte deine Situation an ihr MdB schicken.

Viele Grüße

Robin Siegel, Peter Freytag, Oliver John, Inga Ladwig & Martina Reimitz
im Auftrag der Mitglieder des PiA-Politik-Treffens und der Bundeskonferenz PiA

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MUSTERBRIEF A:

Sehr geehrter Herr/Frau MdB ….

ich schreibe Sie als Mitglied des Bundestages meines Wahlkreises an, da ich Sie auf ein dringendes Probleme in der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten gemäß §2 Psychotherapeutengesetz (PsychThG) aufmerksam machen will. Ich selber durchlaufe diese Ausbildung seit XXXX. Während ich sie insgesamt als qualitativ sehr hochwertig erlebe, halte ich insbesondere den Ausbildungsbestandteil „praktische Tätigkeit“ nach §2 der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Psychologische Psychotherapeuten (PsychTh-APrV) für problematisch.

[HIER PERSÖNLICHE ERFAHRUNGEN EINFÜGEN: Ich selber habe XXXX meine praktische Tätigkeit in der psychiatrischen Abteilung der Kliniken Essen-Mitte absolviert. Ich verfüge als notwendige Eingangsqualifikation zur Ausbildung einen Universitätsabschluss als Diplom-Psychologe. Obwohl ich mit Ausnahme des ersten Einarbeitungsmonats durch die eigenständige Durchführung von Einzelgesprächen (unter gelegentlicher Supervision) und auch der Durchführung von Gruppen unter anderem für Alkoholabhängige Patientinnen und Patienten an der psychiatrischen Versorgung beteiligt war, hat mir die Klinik meine Arbeit zunächst überhaupt nicht und erst nach 7 Monaten mit 400€ pro Monat vergütet.]Dieser Zustand ist offensichtlich kein Einzelfall, was auch das vom Bundesministerium für Gesundheit in Auftrag gegebene Forschungsgutachten zur Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten zeigt: 65 % der Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) führen eigenständig Einzelgespräche und 54 % führen eigenständig Gruppengespräche durch, wobei 50% keine Vergütung und weitere 25% nur eine Vergütung in Höhe von maximal 750€ erhalten.

Diese Schere zwischen der einerseits hohen Verantwortung der PiA durch die Teilnahme an der psychiatrischen Versorgung sowie am Menschen und die andererseits geringe Vergütung ist aus meiner Sicht – sowie beispielhaft aus der Sicht des Landesarbeitsgericht Hamm, Az. 11 Sa 74/12, 29.11.2012 – sittenwidrig und unhaltbar. Diesen Zustand hat auch die 85. Bundesgesundheitsministerkonferenz der Länder auf ihrer Sitzung am 28.05.2012 in Saarbrücken angeprangert.

Da es sich beim Psychotherapeutengesetz und der dazugehörigen Ausbildungs- und Prüfungsordnung um ein Bundesgesetz handelt, richte ich mich mit diesem Schreiben an Sie, als Vertreter meines Wahlkreises, und bitte Sie hier umgehend Änderungsvorschläge einzubringen und durchzusetzen bzw. bei evtl. Koalitionsgesprächen nach der Bundestagswahl auf die Tagesordnung zu bringen!

Für weitere Informationen zu diesem Thema stehe ich Ihnen natürlich gerne zur Verfügung und verbleibe

mit freundlichen Grüßen,

______________________________________________________________________________________________________

MUSTERBRIEF B:

Sehr geehrte/r Frau/ Herr N.N.,

hiermit möchte ich Sie als Vertreter/in meines Wahlkreises im Bundestag auf gravierende Missstände in der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten hinweisen, die im Zuge der Novellierung des Psychotherapeutengesetzes behoben werden sollten. Ich beziehe mich an dieser Stelle auf die oft prekäre Situation der PsychotherapeutInnen in Ausbildung während der im §2 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (PsychTh-APrV) geregelten “Praktischen Tätigkeit“.

In seiner bisherigen Umsetzung bringt dieser maßgebliche Baustein des Ausbildungsganges für mich und meine KollegInnen nicht hinnehmbare Zumutungen mit sich, die sich aus dem unzureichend geklärten Status der PsychotherapeutInnen in Ausbildung (PiA) im Gesundheitssystem ableiten: Einerseits werden PiA von den Kliniken vielfach anspruchsvolle therapeutische Aufgaben übertragen, andererseits wird deren Vergütung mit dem Verweis auf fehlende Qualifikationen als Therapeut verwehrt.

HIER PERSÖNLICHE ERFAHRUNGEN EINFÜGEN: So wurde ich etwa während meiner 12-monatigen Tätigkeit an den Rheinischen Kliniken Köln durchgängig mit Einzel- und Gruppentherapien betraut, bei deren Durchführung ich lediglich durch ein wöchentliches Supervisionsangebot unterstützt wurde. Die einzige “Vergütung“ dieser Tätigkeit bestand jedoch in der Bereitstellung kostenloser Mahlzeiten in der Kantine, obwohl ich neben einem abgeschlossenen Hochschulstudium auch auf eine mehrjährige Tätigkeit als Diplom-Psychologe in den Bereichen Forschung und Lehre verweisen konnte.]

Die Diskrepanz zwischen professioneller Beanspruchung und materieller Vergütung während meiner Praktischen Tätigkeit im Rahmend der PsychTh-APrV stellt keine Ausnahme dar. Wie Sie dem Forschungsgutachten zur Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten des Bundesministeriums für Gesundheit entnehmen können, ist die Praktische Tätigkeit für die Mehrzahl der PsychotherapeutInnen in Ausbildung – vor allem in Ballungsräumen – ein wirtschaftlicher Balanceakt. Dieser Zustand ist aus meiner Sicht – sowie beispielhaft aus der Sicht des Landesarbeitsgericht Hamm, Az. 11 Sa 74/12, 29.11.2012 – sittenwidrig und unhaltbar.

Dass hinsichtlich der Regelung der Praktischen Tätigkeit ein dringender Veränderungsbedarf besteht, ist am 28.05.2012 auch von der Gesundheitsministerkonferenz der Länder festgehalten worden. Ich bitte Sie, als Mitglied des Bundestages und als VertreterIn meiner Region, um Ihre aktive Mitwirkung an der ausstehenden Novellierung des Psychotherapeutengesetzes. Nur auf diesem Wege kann die qualitativ hochwertige psychosoziale Grundversorgung in Deutschland langfristig gesichert werden!

Für Rückfragen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,
N.N.

Ort, Datum
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Die LISTE MIT SÄMTLICHEN ABGEORDNETEN aller Bundesländer erhaltet ihr auf Anfrage. Schreibt an:

psychotherapeutinnen-in-ausbildung@web.de

Jusos Baden-Württemberg fordern eine Verbesserung der Ausbildungsbedingungen

Jusos Baden-Württemberg fordern eine Verbesserung der Ausbildungsbedingungen:

1. Angemessene Vergütung während aller praktischer Phasen der Ausbildung, die sich mindestens nach TVöD 13 richtet
2. Abschaffung der Kosten für die postgraduale Ausbildung
3. Master-Abschluss als Grundlage für die postgraduale Ausbildung als Psychologische*r Psychotherapeut*in
4. Erleichterter Zugang zu BAföG unter Gleichsetzung der Richtlinien für Schüler*innen
5. Umbenennung in PsychotherapeutInnengesetz

Dieser Antrag wurde auf der Juso-Landesdelegiertenkonferenz Ende Juni 2013 angenommen, d.h. die Forderungen werden an den Juso-Bundesparteitag, den SPD-Bundesparteitag und den SPD-Bundesvorstand weitergeleitet.

Die Pressemitteilung der Jusos:

http://www.jusos-ka-land.de/index.php?nr=69713

Homepage des PiA-Politik-Treffens

Homepage des PiA-Politik-Treffens
PiA – Das sind Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in Ausbildung
Das PiA-Politik-Treffen ist ein regelmäßig stattfindendes Forum für Personen, die sich für die Verbesserung der Ausbildungsqualität und der Ausbildungsbedingungen von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten einsetzen wollen. Am PiA-Politik-Treffen kann jede interessesierte Person teilnehmen.

http://piapolitik.de/

PiA-Protest-Spot

Video

Der Videospot, den politisch aktive Psychotherapeuten und Psychotherapeutinnen in Ausbildung (PiA) und ihre UnterstützerInnen, u.a. Regisseurin Johanna Ickert, am 18. März im Rahmen des 3. PiA-Politik-Treffens veröffentlichten, bringt es auf den Punkt:

„Es ist ein unhaltbarer Zustand!“ Psychotherapeuten-/innen in Ausbildung arbeiten im Anschluss ihres Studiums mindestens 1.800 Stunden im ganzen Bundesgebiet in psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken. Sie werden dafür jedoch aufgrund des fehlenden Rechtsanspruchs gering bis gar nicht entlohnt. Zusätzlich bezahlen sie ihre hohen Ausbildungsgebühren aus eigener Tasche. Doch die nötige Gesetzesreform wird hinausgezögert.

Die prekären Bedingungen sind für einen Beruf, der eine hohe Verantwortung für die Versorgung psychisch Erkrankter trägt, inakzeptabel. Es mutet geradezu mittelalterlich an in einem Land, das Mindestlohnbestimmungen und arbeitsrechtliche Standards kennt. Psychologie- und Pädagogik-Studierende, angehende Psychotherapeuten und zahlreiche Berufs- und Fachverbände (siehe Video-Abspann) fordern die Gesundheitspolitiker/innen der Regierungsparteien auf, diesen Missstand endlich mit einer Gesetzesreform aus der Welt zu schaffen.

Link zum Spot: http://youtu.be/s30N1QmsQfA

Mehr Infos zum Spot: http://psychotherapeutenwiki.de/PiA-Videospot/

Situation für neu approbierte PsychotherapeutInnen in Berlin wird noch schlechter

Drohender Abbau von bis zu 900 Sitzen:
Die gesetzlichen Änderungen des letzten Jahres kommen nicht umsonst. Der Zulassungsausschuss hat nun die Möglichkeit, Sitze aufzukaufen und still zu legen. Und tatsächlich droht nun in Berlin die Stillegung von 900 Praxissitzen. Ist dies die Reaktion von KV und Kassen auf die in Berlin in Ausbildung befindlichen 2000 PiA? Soll vorab abgesichert werden, dass die neuen PsychotherapeutInnen auf keinen Fall z.B. per Sitzteilung zu einem Kassensitz kommen?
Die bisherigen InhaberInnen der Kassensitze wird dies nicht treffen – sie behalten einfach ihre Sitze.
Ehemalige PiA-AktivistInnen, die nun approbiert sind haben eine neue Liste für die Kammerwahl Berlin gegründet. Als PiA wurden wir ausgebeutet und als Jung-Approbierte werden wir weiter benachteiligt. Das kann nicht sein: www.gerechte-bedingungen.de

3. PiA-Politik-Treffen: 18.03.2013

Workshop „PiA-Politik im Wahljahr 2013“ (siehe www.piapolitik.de)

Datum: Montag, 18.03.2013, 09.30 – 17.30 Uhr
Ort: Gewerkschaftshaus Berlin, Keithstraße 1-3, 10787 Berlin

09:00 Uhr Kaffetrinken – “Drop-In“
09.30 Uhr Einstieg und Workshopeinheit I (60 min.)
· Begrüßung, Vorstellung und Programmablauf (Britta Pfennig, Moderation)
· 10:00 Statement und Diskussion MdB Dr. Martina Bunge (Linke): Die Position der Linken zur Reform des Psychotherapeutengesetzes

10:30 Uhr – KAFFEEPAUSE –

11.00 Uhr Workshopeinheit II (120 min.)
· Berichte der Aktiven aus den AGs
· Präsentation des Video-Spots (Mehr Infos zum Spot:
http://psychotherapeutenwiki.de/PiA-Videospot/)
· 13:00 Statement und Diskussion MdB Jens Ackermann (FDP): Die Position der FDP zur Reform des Psychotherapeutengesetzes

ab 13.30 Uhr – MITTAGSPAUSE –

14.30 Uhr Workshopeinheit III (60 min.)
· Input und Diskussion: Ziel und Verstetigung des PiA-Politik-Treffens (Katharina Simons)
· Organisation des PiA-Politik-Treffens

15.30 Uhr – KAFFEEPAUSE –

16.00 Uhr Workshopeinheit IV (90 min.)
· „Was können wir noch initiieren, damit unsere Forderungen in den Wahlprogrammen der Parteien ihren Platz finden?“
· Aktionsfahrplan für 2013 inkl. Terminplanung
· Feedback & Verabschiedung

17.30 Uhr Ende des Workshops

Weitere Infos: http://psychotherapeutenwiki.de/Berufspolitik/Berliner_Agenda_Psychotherapie/

Eingeladen sind alle, die sich berufspolitisch interessieren und engagieren wollen: Studierende, PiA, approbierte KollegInnen … Vorwissen ist nicht notwendig! Spontane Teilnahmen sind möglich! Dazu bitte eine Mail senden an: info@piapolitik.de

Dieses Treffen wird von 18 Berufs-/ bzw. Fachverbänden und von der Gewerkschaft ver.di unterstützt:
AVM, BKJ, bvvp, DFT, DGAP, DGPs, DGPT, DGSF, dgvt, DPG, DPGG, DPtV, DPV, GwG, SG, <unith>, VAKJP, ver.di, VPP/BDP.

Einladung zum 3. PiA-Politik-Treffen am 18.03.2013 in Berlin

3. PiA-Politik-Treffen
„PiA-Politik im Wahljahr 2013“

Wir laden Sie als interessierte Studierende, PiA oder Psychotherapeut/-in
ganz herzlich zum 3. bundesweiten PiA-Politik-Treffen ein.

Datum: 18.03.2013, 09:30 -17:30 Uhr (Kaffeetrinken ab 9:00 Uhr)
Ort: DGB-Gewerkschaftshaus, Keithstr. 1+3, 10787 Berlin

Nach den bundesweiten Demonstrationen im vergangenen Jahr wollen wir weiter an den Verbesserungen der Ausbildungsbedingungen arbeiten. Denn nur eine gute Ausbildung ermöglicht eine gute Versorgung und schafft Raum sowie Kreativität für einen starken Berufsstand.

Wir wollen gemeinsame Ideen entwickeln und neue Aktionen planen für die Beendigung der Ausbeutung von PiA während der Praktischen Tätigkeit, sowie für eine qualitativ hochwertige Ausbildung in flächendeckend demokratischen Strukturen. Wir fordern im politischen Prozess neuen Schaffensdrang für eine längst überfällige gesetzliche Lösung der Missstände.

Die Ergebnisse der vergangenen beiden Treffen können Sie hier nachlesen:
http://psychotherapeutenwiki.de/Berufspolitik/Berliner_Agenda_Psychotherapie/

Vorläufige Tagesordnung für unser 3. Treffen:
1. Vorstellungsrunde mit Zielvorstellungen für den Tag
2. Input und Diskussion: Status Quo und Perspektiven der PiA-Politik
– Mittagspause mit Imbiss –
3. Input und Diskussion: Ziel und Verstetigung des PiA-Politik-Treffens
4. Brainstorming: Was könnten wir initiieren, um mit unseren Forderungen in die Wahlprogramme der Parteien zu kommen?
5. Aktionsfahrplan für das Wahljahr 2013

Alte wie neue berufspolitisch Aktive und Interessierte sind sehr willkommen! Bitte leiten Sie die Einladung an berufspolitisch Interessierte und PiA-Organisationen weiter.

Ergänzungsvorschläge zur TO und Anmeldungen bitte bis zum 11.03.2013 an
Katharina Simons: k.simons@cryp.to

Mit solidarischen Grüßen

Ihr Vorbereitungsteam

Peter Freytag (VPP/BDP), Ariane Heeper, Ariadne Sartorius (bvvp), Robin Siegel
(BuKo), Katharina Simons, ehem. Röpcke (PiA für gerechte Bedingungen!), Kerstin
Sude (DPtV)

Dieses PiA-Politik-Treffen wird bisher finanziell unterstützt durch:
Arbeitsgemeinschaft für Vehaltensmodifikation e.V. (AVM)
Berufsverband der Vertragspsychotherapeuten e.V. (bvvp)
Deutsche Fachgesellschaft für Tiefenpsychologisch Fundierte Psychotherapie e.V. (DFT)
Deutsche Gesellschaft für Psychologie e.V. (DGPs)
Deutsche Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und
Tiefenpsychologie e.V. (DGPT)
Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie e.V. (dgvt)
Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft (DPG)
Deutsche Psychotherapeutenvereinigung (DPtV)
Deutsche Psychoanalytische Vereinigung (DPV)
Gesellschaft für Personzentrierte Psychotherapie und Beratung e.V. (GwG)
Vereinigung Psychoanalytischer Kinder -und Jugendlichen-Psychotherapeuten in Deutschland e.V. (VAKJP)
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)
Verband Psychologischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten e.V. (VPP/BDP)

Antwort des BMG auf schriftliche Frage

Annette Rausch, Gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen, schrieb am 21.11.12 nachfolgende E-Mail, mit der sie die Antwort des BMG auf die schriftliche Frage von November 2012 kommentierte.

„Sehr geehrte PiAs,

sehr geehrte VertreterInnen psychotherapeutischer Kammern und Verbände,

wie letzte Woche angekündigt schicke ich Ihnen heute die Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf die schriftliche Frage von Biggi Bender zur Ausbildung von PsychotherapeutInnen sowie dem Arbeitsauftrag der Bund-Länder-AG. Die Antwort ist leider wenig aussagekräftig.

Mit freundlichen Grüßen

Annette Rausch


Annette Rausch, wiss. Mitarbeiterin
Büro Biggi Bender MdB
Gesundheitspolitische Sprecherin
Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Deutscher Bundestag
11011 Berlin“

——————————————————————————————————————————————————-
„Bundesministerium für Gesundheit
Annette Widmann-Mauz
Mitglied des Deutschen Bundestages
Friedrichstraße 108
10117 BerlinMitglied des Deutschen Bundestages
Frau Birgit Bender
11011 Berlin

Berlin, 20. November 2012

Schriftliche Frage im November 2012
Arbeitsnummer 11/109

Sehr geehrte Frau Kollegin, liebe Biggi,

Ihre o.a. Frage beantworte ich wie folgt:

Frage Nr. 11/109:
Welche Aktivitäten hat die Bundesregierung seit der Beantwortung der Kleinen Anfrage „Reform der Ausbildung von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten“ (Drs. 17/3352) im Oktober 2010 unternommen, um kurzfristig (Zugangsvoraussetzung Master, Honorierung der praktischen Tätigkeit) und längerfristig notwendige Änderungen der Ausbildung von Psychologinnen und Psychologen voranzutreiben, und welche Rolle spielt dabei die Bund-Länder-Arbeitsgruppe (Einsetzung, Besetzung, Auftrag, Zeitrahmen)?

Antwort:
Die Bundesregierung arbeitet an einer grundlegenden Reform der Ausbildung von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten und wird dabei auch die Zugangsvoraussetzungen und die Frage einer Vergütung des praktischen Teils der Ausbildung einer tragfähigen und nachhaltigen Lösung zuführen.

Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe, die sich aus den für die Psychotherapeutenausbildung zuständigen Vertreterinnen und Vertretern der Länder im Ausschuss für Berufe des Gesundheitswesens zusammensetzt, befasst sich derzeit mit den Ausbildungsstrukturen und wird in diesem Rahmen auch die Umstrukturierung der Psychotherapeutenausbildung zu einer Direktausbildung vergleichbar dem Medizinstudium der Ärzte und fachärztlichen Weiterbildung prüfen.

Es wird sich zu diesem Zweck auch mit der Kultusseite der Länder sowie Expertinnen und Experten aus der Psychotherapeutenschaft beraten. Der Sitzungsrhythmus wird dem Diskussionsverlauf angepasst.

Mit freundlichen Grüßen

Annette Widmann-Mauz“

PiA-Demos – grüne Aktivität rund um die Ausbildung von PsychotherapeutInnen: E-Mail vom 13.11.2012

An die (im Internet recherchierbaren) PiA-VertreterInnen
CC Psychotherapeutenkammern und -verbände

Sehr geehrte PiA-VertreterInnen,

wir wünschen viel Erfolg bei der morgigen Demo. Uns Grüne haben Sie bei der Forderung nach einer ordentlichen Honorierung der praktischen Tätigkeit von PiA sowie der Forderung eines Masterabschlusses als Zugangsvoraussetzung auf Ihrer Seite.

Wir Grünen können mit Fug und Recht behaupten, dass ohne unser Bohren zu Koalitions- und Oppositionszeiten das Gutachten des Bundesgesundheitsministeriums zur Ausbildungssituation vermutlich nicht vorliegen würde.

In der letzten Wahlperiode forderten wir im Rahmen der Beratungen zum Krankenhausfinanzierungsgesetz (BT-Drs. 16/10807) die Bundesregierung auf, eine Übergangsregung vorzulegen, die eine angemessene Vergütung und Refinanzierung der praktischen Tätigkeit von Psychologischen PsychotherapeutInnen sowie Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen in Ausbildung vorsah. Dieser Antrag wurde von Schwarz-Rot im Gesundheitsausschuss abgelehnt.

In dieser Wahlperiode haben wir eine Kleine Anfrage „Reform der Ausbildung von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten“ in den Bundestag eingebracht: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/033/1703352.pdf

Dort wurden u.a. die beiden zentralen Forderungen der morgigen PiA-Demos aufgegriffen. Die Antwort der Bundesregierung aus dem Oktober 2010 zu diesen beiden Aspekten kommentierte Biggi Bender, gesundheitspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen damals:

„Seit Langem überfällige Änderungen werden von der Regierung abgelehnt. So ignoriert die Bundesregierung z.B., dass sich die Hochschullandschaft in den letzten Jahren radikal geändert hat und es längst AbsolventInnen neuer Studiengänge und mit Bachelor- oder Masterabschlüssen gibt. Die Klärungen, welche dieser Abschlüsse bundesweit als Zugangsvoraussetzungen zur Ausbildung als PsychotherapeutInnen vorausgesetzt werden, wird abgelehnt, da erst über die künftige Ausbildungsstruktur entschieden werden müsse. Das ist etwa so, wie wenn ein Haus bereits an einer Ecke brennt und die Dorfbevölkerung statt zu löschen darüber debattiert, dass es sinnvoll sei, eine freiwillige Feuerwehr zu gründen, damit dann qualifiziert gelöscht werden kann. Das Gesundheitsministerium drückt sich mit dieser Argumentation vor den von den Bundesländern eingeforderten notwendigen kurzfristigen Entscheidungen. Ein Laufenlassen wird zu einem Flickenteppich länderspezifischer Regelungen führen, die später nur schwer wieder einzufangen sind. Wenn man hier Absicht unterstellt, dann bedeutet dies, dass ein niedrigeres Qualifikationsniveau (Bachelor) bei denjenigen, die Kinder behandeln, das Ziel ist.

Die Antwort auf unsere Frage zur finanziellen Situation der AusbildungsteilnehmerInnen, die auf die BAFöG-Reform verweist, ist keine Lösung des Problems: Nach dem von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Gutachten erhalten nur 1 Prozent der PsychotherapeutInnen in Ausbildung eine BAFöG-Förderung. Eine angemessene Vergütung für den Beitrag, den die in Ausbildung befindlichen PsychotherapeutInnen bei der Versorgung psychisch kranker Menschen leisten, wäre aus grüner Sicht eine sinnvolle Antwort.“

Frau Bender hat die PiA-Demo zum Anlass genommen die folgende schriftliche Frage an die Bundesregierung zu stellen: „Welche Aktivitäten hat die Bundesregierung seit der Beantwortung der Kleinen Anfrage „Reform der Ausbildung von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten“ (Drs. 17/3352) im Oktober 2010 unternommen, um kurzfristig (Zugangsvoraussetzung Master, Honorierung der praktischen Tätigkeit) und längerfristig notwendige Änderungen der Ausbildung von Psychologinnen und Psychologen voranzutreiben und welche Rolle spielt dabei die Bund-Länder-Arbeitsgruppe (Einsetzung, Besetzung, Auftrag, Zeitrahmen)?“

Sobald wir eine Antwort erhalten, werden wir Ihnen diese weiterleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Annette Rausch

Annette Rausch, wiss. Mitarbeiterin
Büro Biggi Bender MdB
Gesundheitspolitische Sprecherin
Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Dissonanz

Liebe MitstreiterInnen,

ich freue mich sehr ob der allgemeinen Zuversicht und Unterstützung für unsere weitere Protestrunde – und möchte leider rumstänkern:

Alle Berufsverbände (und ich schreibe dies als Vorsitzender eines Regionalverbandes eines solchen) unterstützen nachhaltig unsere Forderungen nach Klinik-Bezahlung und Ausbildungsreform.
In diesen Berufsverbänden sitzen die älteren KollegInnen unseres Berufsstandes, die ihre Kassensitze haben, die Ausbildungsinstitute leiten und in den Kammern und Gremien sitzen.
Warum nur ist ihnen die Misere der PiA bisher entgangen?
Weil Sie bei den Ausbildungsinstituten kräftig an uns verdienen?
Und das nicht könnten, wenn sie die Klinikausbeutung nicht stillschweigend tolerieren würden?
Warum nur teilen sie ihre Kassensitze nicht mit uns?
Haben sie etwa Zeit für Berufspolitik, die ihre Macht absichert, weil sie so wahnsinnig gut verdienen?
Die nächsten PiA-Generationen werden jedenfalls nicht so gut verdienen – weil sie keinen Kassensitz bekommen.

Was geschah 1999?
Ein Teil der Psychotherapeuten bekam einen Kassensitz. Die andere Hälfte ging leer aus.
Danach werden neue PT ausgebildet – die per se leer ausgehen!
PiA werden heute ausgebeutet in Kliniken und auch in Instituten und bekommen morgen keinen Kassensitz!
Es ist sehr gut, dass wir uns politisieren – denn nur so können wir bei der älteren PsychotherapeutInnengeneration durchsetzen, dass sie ihre Kassensitze teilen.

Wer dies alles nicht glauben mag, werfe einen Blick in die Medizin-soziologische Literatur: Medizinberufe haben schon eine lange Tradition der ‚Schließungs-Strategien‘:
Die Etablierten verwehren den Jungen den Zugang zu den Verdienstquellen. In unserem Fall hauptsächlich aus Bequemlichkeit und zum Nutzen der Krankenkassen, die so an den PatientInnen Geld sparen (Wartelisten!!!).

Ach, ihr dachtet ihr könnt in Nischenbereichen mit Psychotherapie Geld verdienen?
Und siehe da – ihr müsst noch Zusatzausbildungen machen, die sich wiederum die Etablierten für Euch ausgedacht haben (z.B. KJHG, BGen,’Trauma‘).

Warum gibt es 5000 000 Psychotherapeutische Berufsverbände?
Weil Geld verdienen so leicht ist mit Kassensitz und Berufspolitik daneben ein angenehmer Zeitvertreib?

Forderung an alle Berufsverbände:

– Preisvergleich aller Ausbildungen mit Offenlegung der Institutsgewinne
– Ausbildungsinstitute dürfen nur PiA aufnehmen, wenn ein ordentlich bezahlter Klinikplatz sicher ist (und schon müssten sie schliessen)
– Konsequente Teilung aller nicht ausgelasteten Kassensitze
– Kein Psychotherapeut darf einen anderen anstellen und ausbeuten (leider sehr üblich)
– Förderung der Kostenerstattung
– keine weiteren Mini-Ausbildungen für spezielle Bereiche

Jean Rossilhol
Vorsitzender des VPP Landesfachverbandes Berlin/Brandenburg

2. Verbändeübergreifendes PiA-Politik-Treffen: 24.09.2012

* PiA für gerechte Bedingungen! Berlin * bvvp * DPtV * VPP im BDP *„Wie können wir Aktive in der PiA-Politik zur Verbesserung der Ausbildungsbedingungen gemeinsam MEHR erreichen?“

Wir laden Sie,
als interessierte/-r Psychotherapeut/-in, PiA oder Studierende,
ganz herzlich zum 2. bundesweiten verbändeübergreifenden Treffen ein:

Datum: 24.09.2012
Uhrzeit: 10:30 -16:30 Uhr
Ort: Berlin, Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Claire-Waldoff-Str. 7
10117 Berlin
Konferenzraum 1

Wie steht es um die demokratische Mitbestimmung der PiA, die Bezahlung der praktischen Tätigkeit, um die Qualität der Ausbildung, um die Reform der Ausbildungsstruktur? Was wurde erreicht, was ist noch zu tun?

Auf dem 1. Treffen am 15. März 2012 schlossen sich berufspolitisch Aktive unterschiedlichster Couleur zusammen und veröffentlichten mit der „Berliner Agenda Psychotherapieausbildung“ ihre Unterstützungsideen und Ziele. Sie lassen sich hier nachlesen:
http://psychotherapeutenwiki.de/Berufspolitik/Berliner_Agenda_Psychotherapie/

An diesen Zielen wollen wir nun mit allen Interessierten weiterarbeiten.

Auf unserer Homepage des 2. Treffens
http://psychotherapeutenwiki.de/Berufspolitik/Novellierung/Treffen/

können Sie zur gemeinsamen Vorbereitung
– den Stand Ihrer PiA-Politik der letzten 6 Monate eintragen,
– sowie die möglichen Aufgaben eines PiA-Politik-Vereins diskutieren.

Vorläufige Tagesordnung für unser 2. Treffen:

1. Vorstellungsrunde mit Zielvorstellungen für den Tag
2. Input: (wir haben erste Ideen entwickelt, Anregungen nehmen wir aber gern entgegen)
3. Bericht aus den Arbeitsgruppen
4. Fortführung der Arbeitsgruppen
– Mittagspause mit Imbiss –
5. Ergebnisvorstellung
6. Diskussion um Gründung eines Fördervereins für PiA-Politik „PiA-Verbund“, ggf. können
sich die Interessenten abends für das weitere Vorgehen zusammensetzen.
7. Aktionsfahrplan für 2012 /13

Ergänzungsvorschläge zur TO bitte bis zum 10.09.2012 an Katharina Röpcke.

Alte wie neue berufspolitisch Aktive sind sehr willkommen! Bitte leiten Sie die Einladung an
berufspolitisch Interessierte und PiA-Organisationen weiter.

Ihre verbindliche Teilnahme erbitten wir bis zum 20.9.2012 an: k.roepcke@web.de.

Mit solidarischen Grüßen
Katharina Röpcke (PiA für gerechte Bedingungen!)
Ariadne Sartorius (bvvp)
Kerstin Sude (DPtV)
Jean Rossilhol (VPP)

Einladung zum Fachgespräch am 20.06.2012

„Fachgespräch: Situation der PsychotherapeutInnen in Ausbildung (PiAs) verbessern“ (Berlin)

Die PsychotherapeutInnen in Ausbildung (PiAs) haben in den letzten Monaten mehrfach auf ihre schwierige Situation während ihrer Ausbildungsphase hingewiesen. Unterschiedliche Qualität der Ausbildung, mangelnde oder gar keine Entlohung ihres Praktikums in der stationären Zeit, fehlende Vertretung in der Psychotherapeutenkammer u.v.m. Niemand bestreitet diese schlechte Situation, aber geschehen ist nichts. Deshalb sollen im Rahmen eines Fachgespräches im Abgeordnetenhaus konkrete Verbesserungsmöglichkeiten für die PiAs diskutiert werden.
Zu diesem Fachgespräch möchte ich Sie gerne einladen.
Mittwoch, den 20. Juni 2012 zwischen 18:00 – 20:00 Uhr
im Berliner Abgeordnetenhaus, Niederkirchnerstraße 5, Raum 377 [10111 Berlin]
Zugesagt haben neben VertreterInnen der PiAs, Herr Michael Krenz u.a. (Präsident der Psychotherapeutenkammer Berlin), Herr Prof. Dr. med. Jürgen Gallinat (Chefarzt Psychiatrische Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus, Abteilung Wedding) und Frau Meike Jäger (Landesbezirksfachbereichsleiterin für Gesundheit bei ver.di). …

Mit freundlichen Grüßen

Heiko Thomas
[Gesundheitspolitischer Sprecher, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
im Abgeordnetenhaus von Berlin]“

Alle PiA sind herzlich eingeladen, dabei zu sein! Zeigt mit eurer Präsenz, dass ihr die Interessen der PiA unterstützt! Ihr braucht euch nicht anmelden, müsst aber den Personalausweis dabei haben.

9000 Unterschriften für Herrn Bahr!

Liebe PiA,

  • Die Gruppe PiA für gerechte Bedingungen haben in enger Zusammenarbeit mit ver.di und den psychotherapeutischen Berufsverbänden bvvp, DPtV und VPP 9000 Unterschriften zu in einer verabschiedeten Resolution mit Reformforderungen zum Psychotherapeutengesetz und will diese dem Bundesgesundheitsminister als Reformverantwortlichen übergeben
  • Das BMG hatte zunächst unsere Anfrage nach einen Termin mit Hr. Bahr aus zeitlichen Gründen abgelehnt und darauf hingewiesen, das PiA-Vertreter ihren Standpunkt bereits dem Fachreferat vorstellen konnten und ebenso wie andere Gruppen im Reformprozess, der nach der Sommerpause beginnen soll, vorstellig werden können.
  • Wir wollten diese Absage nicht akzeptieren und deutlich machen, worum es für uns geht. Deshalb haben wir in beiliegendem Schreiben an das BMG unsere Bitte um einem Übergabetermin der Unterschriften erneuert und unseren Standpunkt deutlich gemacht: Dass wir als PiA diejenigen sind, die alleine die Kosten für die Ausbildung tragen, es ausschließlich UNSERE Ressourcen sind, (Zeit, Geld, Arbeitskraft), die im Psychotherapeutengesetz verhandelt werden und wir berechtigterweise eine besondere Berücksichtigung unserer Interessen im Reformprozess fordern.

Das Schreiben wird von den Berufsverbänden bvvp, DPtVVPP und der Gewerkschaft ver.di unterstützt.