Wir rufen gemeinsam mit der PsyFaKo am 20.5. zum bundesweiten Protest auf!

Aufruf

  • Ausbildungsreform ganz oben auf die Agenda im neuen Koalitionsvertrag
  • Übergangsregelungen bis zur Ausbildungsreform
  • Angemessene Bezahlung der Praktischen Tätigkeit
  • Masterniveau als einheitliche Zulassungsvoraussetzung zur Ausbildung

In zahlreichen Städten sind schon Aktionen geplant:
Berlin _ Aufruf für Berlin _ Erlangen _ Witten _ Trier _ Regensburg _ Dresden _ Hamburg _ Bamberg _ Hamm _ Bielefeld _ Tübingen _ Gießen _ Heidelberg _ Münster _ Würzburg _ Greifswald Hier warten wir noch auf die konkreten Treffpunkte

Schließt Euch den Aktionen an! Stellt Euch auf den Marktplatz in Eurer Stadt, zieht Euch ein blaues T-Shirt an und schickt das Foto an berlin@piaforum.de

5. PiA-Politik-Treffen am Montag, 24.3. – Pressemitteilung & Workshop-Programm

5. PiA-Politik-Treffen

Kampfbereitschaft junger Psychotherapeuten ungebrochen

Berlin, 20. März 2014. Mit dem 5. PiA-Politik-Treffen am 24. März 2014 in den Räumen der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin zeigt sich erneut die Kampfbereitschaft der Psychotherapeuten in Ausbildung, kurz PiA. Sie wollen nicht klaglos hinnehmen, dass immer noch keine eindeutigen Zugangsregelungen zum Beruf geschaffen wurden, die Null- bis Kaum-Honorierung ihrer Arbeit weiter anhält. Sie fordern, dass die Bundesregierung endlich die Reform der Ausbildung neu gesetzlich regelt. Das Masterniveau soll Zugangsvoraussetzung sein, geringere Abschlüsse werden als unzulänglich abgelehnt.

Rund 8.500 PiA befinden sich in den Kliniken in der Ausbildung. 1.800 Stunden sind dort während der Ausbildung zum Psychotherapeuten oder Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten abzuleisten. Ihre Forderung nach angemessener Vergütung wurde bisher nur teilweise erfüllt, noch immer gibt es Kliniken, die den Diplom-Psychologen und –Pädagogen mit abgeschlossenem akademischem Hochschulabschluss eine Art Praktikantenentschädigung statt einem regulären, nachvollziehbaren und vor allem tariflich geregelten Entgelt zahlen. Die PiA erbringen in den Kliniken vollwertige Leistungen in der Patientenversorgung, verantwortlich und überwiegend selbständig.

Bei dem 5. PiA-Politik-Treffen diskutieren die zukünftigen Psychotherapeuten mit Vertreter/innen der Politik und der Gewerkschaft ver.di. Das Mitglied im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages, Ute Bertram (CDU) und Herbert Weisbrod-Frey von ver.di, werden gemeinsam mit den PiA die Für und Wider der Ausbildungsreform und des neuen Pauschalierenden Entgeltsystems in Psychiatrie und Psychosomatik (PEPP) diskutieren. Die Einführung der PEPP hat bereits in der Planungsphase zu erheblichen Widerständen fachübergreifend in den Kliniken geführt. Bei diesem Abrechnungssystem werden an Hand von einzelfallbezogenen Merkmalen Tagespauschalen gebildet, die mit zunehmender Dauer der Behandlung abgestaffelt werden (degressive Vergütung). Dadurch wird eine Verkürzung stationärer Behandlungen und Verschlechterung der Versorgung psychisch kranker Patienten befürchtet. Trotz der heftigen Kritik an diesem neuen Entgeltsystem wird es aber umgesetzt werden, so dass nun wichtig ist, auf die neuen Regelungen noch Einfluss zu nehmen. Bezogen auf die PiA muss deshalb auch in diesem Bereich darauf geachtet werden, dass für die PiA eine tarifliche Regelung aufgenommen wird.

„Wir werden auch weiterhin unsere Belange auf politischer Ebene einfordern“, betont das verbändeübergreifende Team der PiA. „Wir wollen gerecht bezahlt werden, wir fordern eindeutige Zugangsvoraussetzungen, und wir wollen ausreichende Mittel im System zur sachgerechten Versorgung unserer Patienten. Hierfür fordern wir eine zeitnahe Umsetzung.“

Die PiA freuen sich über Presse- und Medienvertreter/innen, die am 24. März 2014 ab 9:30 Uhr bis 17:30 Uhr zum 5. PiA-Politik-Treffen in die KV kommen. Sie sind herzlich eingeladen!

P.i.A. PsychotherapeutInnen in Ausbildung – Dumping mit Diplom: Widerstand am Uniklinikum

Dumping mit Diplom: Widerstand am Uniklinikum
Protest der Psychotherapeuten in Ausbildung
Sie haben ein abgeschlossenes Hochschulstudium und arbeiten am Uniklinikum für einen Stundenlohn zwischen 1,60 und 6,30 Euro. Dagegen demonstrierten die Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) gestern.
Tübingen. „Diplom, Promotion, Psychotherapeut 3,50 Euro Stundenlohn“ steht auf dem großen Schild, das um Raphael Nieblers Hals hängt. Er ist einer von rund 40 (angehenden) Psychotherapeuten, die gestern Mittag auf dem Schnarrenberg demonstrierten.
Weiter:

Konzept der gesetzlichen Krankenkassen zur zukünftigen psychotherapeutischen Versorgung

Sieht so die Zukunft der ambulanten Psychotherapie aus? Therapieunterbrechung, Deckelung der Behandlungsstunden, psychometrische Tests und insgesamt wohl mehr Bürokratie … Lest selbst, was sich die GKV ausgedacht hat:

Ärzte Zeitung, 04.12.2013
„Kassen-Konzept sorgt für Streit
Die Kassen haben sich ihre Gedanken gemacht, wie sich die Psychotherapie reformieren ließe – ihre Pläne bringen die Therapeuten auf die Palme. In der Tat hat das GKV-Konzept viele Nachteile. …“
http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/krankenkassen/default.aspx?sid=851132&cm_mmc=Newsletter-_-Newsletter-C-_-20131204-_-Krankenkassen

Positionspapier der GKV:
http://www.bbpp.de/GKV-Positionspapier.pdf

Stellungnahme der Bundespsychotherapeutenkammer:
http://www.bptk.de/aktuell/einzelseite/artikel/gegen-ration.html

DPtV: Fachärztliche Berufsverbände verunglimpfen Psychotherapeuten

Deutsche PsychotherapeutenVereinigung DPtV:

Fachärztliche Berufsverbände verunglimpfen Psychotherapeuten

Mangelhaftes Wissen – Pressemitteilung 19/13

Berlin, 4. Dezember 2013. In einer vor Unwissenheit und Falschbehauptungen strotzenden Pressemitteilung „warnte“ gestern die ‚Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände’ (GFB) davor „ärztliche Leistungen in die Hände nicht-ärztlicher Berufe zu geben.“ Die von der GFB ausgesprochene Warnung vor der Substitution ärztlicher Leistungen wendet sich insbesondere gegen die Erweiterung der Befugnisse für Psychotherapeuten. Die Schlüsse, die die GFB aus den Vereinbarungen des Koalitionsvertrages zieht sind falsch, völlig unsachlich und zeigen eine erstaunliche Unkenntnis über die tatsächliche Ausbildung von Psychologischen Psychotherapeuten und deren nachweislich erfolgreichen Therapiestrategien. „Haben Fachärzte das nötig und wieso kommt diese Warnung gerade jetzt, da die zukünftige Koalition das KV-System spalten will? Wäre es nicht viel sinnvoller, die einheitliche Interessenvertretung der Hausärzte, Fachärzte und Psychotherapeuten zu betonen? Ist die GFB an einer Spaltung interessiert? Oder steht die gerade neu formatierte GFB innerlich so unter Druck, dass solche fragwürdigen Aktionen notwendig werden?“ fragt Dipl.-Psych. Barbara Lubisch, Vorsitzende der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung (DPtV).

Weiter:

http://www.deutschepsychotherapeutenvereinigung.de/index.php?id=50&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=1814&tx_ttnews%5BbackPid%5D=3

PiA auf dem Klageweg – VPP/BDP stellt Informationen zur Verfügung

Zum Thema PiA auf dem Klageweg stellt der Berufsverband VPP/BDP folgende Dokumente als Download zur Verfügung:

Gerichtsverfahren zur Praktischen Tätigkeit. Was muss ich wissen? FAQs, wie z.B. Wie leite ich rechtliche Schritte ein? Wie läuft ein Arbeitsgerichtsverfahren ab? Muss ich die Kosten für einen Rechtsstreit selber tragen?
Zusammenfassung der Urteilsbegründung des Landesarbeitsgericht Hamm zum Urteil vom 29.11.2012 (Az. 11 Sa 74/12) zur Vergütung der praktischen Tätigkeit
Pressemitteilung der PiA-Vertretung im VPP/BDP: Urteilsbegründung zum Prozess des Landesarbeitsgerichtes Hamm liegt vor: Landesarbeitsgericht verurteilt psychiatrische Klinik zur Bezahlung einer Vergütung der praktischen Tätigkeit und weißt auf den Unterschied zum Praktischen Jahr des Medizinstudiums hin.
Außerdem ist auf der VPP-PiA-Seite auch noch die Einschätzung von ver.di als Download verfügbar sowie weitere Informationen:

Pressemitteilung #2 PiA-Politik-Treffen am 23.09.2013

Reform der Psychotherapie-Ausbildung

Psychotherapeuten in Ausbildung („PiA“) reden mit:
Reform der Psychotherapie-Ausbildung

Pressemitteilung als PDF herunterladen

Berlin, 23.09.2013. Über 50 Psychotherapeuten in Ausbildung und Aktive in der Berufspolitik trafen sich beim verbändeübergreifenden PiA-Politik-Treffen. Diskutiert wurde mit Ministerialrat Ralf Suhr vom Bundesministerium für Gesundheit und Dr. Johannes Klein-Heßling von der Bundespsychotherapeutenkammer zum Wann und Wie der Reform des Psychotherapeutengesetzes (PsychThG). Schon im Vorfeld versammelten sich über 1.000 junge Psychologen und Pädagogen zu einem bundesweiten „Freeze-Flashmob“ in 13 Städten, bei dem sie auf den „Stillstand seit 1999“ aufmerksam machten.

Worum geht es? Im Jahr 1999 wurde das Psychotherapeutengesetz in Kraft gesetzt, das u.a. die Ausbildungsverordnungen von Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten beinhaltet. Nach der Bologna-Reform ist unklar, welcher Abschluss zum Zugang zur Psychotherapeutenausbildung berechtigt. Die Forderung der PiA: Zur Ausübung des eigenständigen Heilberufes und für den Erhalt der hohen Qualität muss das Master-Niveau die Grundlage bilden. Völlig ungeregelt ist auch die Vergütung der 1.800 Stunden der praktischen Tätigkeit an den Kliniken während der Ausbildung, die derzeit von Null bis wenige hundert Euro im Monat beträgt.

Besonders angesichts der stetig steigenden Zahlen psychisch kranker Menschen und dem dringenden Bedarf an gut ausgebildeten Psychotherapeuten sei es völlig unverständlich, dass die Politik noch immer nicht zu eindeutigen und klaren Regelungen für die Ausbildung und die Vergütung gekommen ist, betonen die PiA-Politik-Akteure.

Der zuständige Ministerialrat Ralf Suhr aus dem Bundesministerium für Gesundheit bezog sich auf das von Dr. Klein-Heßling der Bundespsychotherapeutenkammer eingebrachte „föderale Chaos“: „Ohne die Länder geht gar nichts“, so Suhr. Bezüglich der Rolle des Gesundheitsministeriums nennt er den „Referenten-Entwurf“. Dabei sollen Länder, Verbände, Ärzteschaft und Deutsche Krankenausgesellschaft einbezogen werden. Herr Suhr ermutigt dabei die angehenden Psychotherapeuten zum Entwurf Stellung zu nehmen: „Wir werden mit Sicherheit auch Kontakt zu den PiA suchen“. Die Bundespsychotherapeutenkammer verschließe sich nicht generell einer Direktausbildung, es gebe aber derzeit keine empirische Basis, so Dr. Klein-Heßling: „Große Teile der Ausbildung können nur gemeinsam mit der Ärzteschaft organisiert werden“.

Kerstin Sude von der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung (DPtV) fordert von der Gesetzgebung die Reform auch mit Blick auf Angestellte: “Nicht nur, dass PiA bislang kein angemessenes Entgelt während ihrer Klinikzeit erhalten. Lange nicht alle Absolventen werden später in der ambulanten Praxis tätig sein. Mit der Reform sollten folgerichtig auch die Grundsteine für eine formale und leistungsbezogene Gleichstellung der Klinik-Heilberufe gelegt werden.”

Ariadne Sartorius vom Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten (bvvp) stellt bezüglich der Versorgung von psychisch kranken Kindern- und Jugendlichen klar „Der Zugang für Pädagogen zur Ausbildung muss gewährleistet sein – wir decken 85% der Versorgung in diesem Bereich ab“. Herr Dr. Klein-Heßling (BPtK), erläutert die Haltung der Kammer gegenüber dem Ministeriumsvertreter.

Ricarda Müller von der deutschen Fachgesellschaft für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (DFT) legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Verantwortung der Ausbildungsinstitute: „Qualität und Kosten müssen transparent und überprüfbar gestaltet werden“.

Einig sind sich auch Peter Freytag (VPP/BDP) und Ariane Heeper (DGPT): „Die dringend erforderliche Novellierung des Psychotherapeutengesetzeses muss eine Verbesserung der prekären Ausbildungssituation nach sich ziehen, das ist unser gemeinsames Ziel und dabei wollen wir aktiv mitwirken“. Katharina Simons von PiA für gerechte Bedingungen: ergänzt: „Es kann nicht sein, dass immer mehr PiA in den Krankenhäusern ausgebeutet werden, nur weil die Reform so lange dauert, wir brauchen eine Übergangslösung“.

Neben vielen Berufs- und Fachverbänden fordert auch ver.di seit Jahren eine Reform. Die PiA-Politiker machen dabei eine Chance für die Verbesserung der Versorgung von psychisch Kranken deutlich.

Pressemitteilung: Bundesweiter Flashmob am 9.9.2013

Psychotherapeuten in Ausbildung – PiA
Bundesweiter Flashmob am 9. 9. 2013:
„Stillstand seit 1999 – Reform jetzt!“

Berlin, 06.09.2013. Mit einem bundesweiten Freeze-Flashmob machen am 9. September 2013 um 19 Uhr die Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) auf ihre Ausbildungsmisere aufmerksam. In vielen deutschen Städten – Berlin, Bielefeld, Braunschweig, Dresden, Frankfurt/Main, Hamburg, Hannover, Münster, Oldenburg, Osnabrück, Trier, Tübingen – weitere kommen hinzu – werden sich die PiA und ihre Unterstützer/innen treffen und fünf Minuten in der Bewegung verharren.

Pressemitteilung hier als PDF herunterladen

Pressekonferenz am 7. August 2013 in Berlin – „PEPP nicht einführen“

ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Landesbezirk Berlin-Brandenburg www.bb-verdi.de

P R E S S E I N F O R M A T I O N

An alle
Vertreter/innen von
Presse, Hörfunk und Fernsehen

Einladung zur Pressekonferenz am 7. August 2013 in Berlin –
„PEPP nicht einführen“

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

eine Vielzahl von Kliniken, Fach- und Sozialverbänden, Gewerkschaften, Klinikleitungen, Chefärztinnen und Chefärzten sowie engagierte Einzelpersonen sprechen sich gegen das „Pauschalierende Entgeltsystem Psychiatrie und Psychosomatik (PEPP)“ aus. Trotz teils heftiger Kritik befindet es sich aufgrund ministerieller Ersatzvornahme gegenwärtig in einer Testphase, ab 2015 soll das System verpflichtend werden.

„Vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit den DRGs (Fallpauschalen) fordern wir die kommende Bundesregierung auf, das ‚Pauschalierende Entgeltsystem Psychiatrie und Psychosomatik‘ nicht einzuführen.“ Mit diesem Aufruf als gemeinsamer Nenner ungewöhnlich vielfältiger Akteure wird die fundierte Einzelkritik, die die jeweiligen Organisationen seit Beginn der Debatte vorgelegt haben, gebündelt. Eine Übersicht über die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner finden Sie auf www.weg-mit-pepp.de.

Die Initiative stellt sich am 7. August 2013 um 10 Uhr auf einer Pressekonferenz vor, zu der wir Sie herzlich einladen.

Als Sprecherinnen und Sprecher stehen Ihnen zu Verfügung:

• Dr. Ingrid Munk, Arbeitskreis der Chefärztinnen und Chefärzte der
Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie an Allgemeinkrankenhäusern
in Deutschland (ACKPA)
• Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Paritätischer Gesamtverband
• Sylvia Bühler, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)
• Dagmar Paternoga, Attac Deutschland
• Ruth Fricke, Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener (BPE) e.V.

Ort der Pressekonferenz:
ver.di-Haus, Schiffbauerdamm 19, 10117 Berlin, Sitzungsraum 1

Für Rückfragen:
Jan Jurczyk, ver.di-Pressesprecher, Tel: 030/6956-1013

PiA-Protest-Spot auf dem 22. Deutschen Psychotherapeutentag

Video

Unsere Kollegin Marty Auer schreibt: Wir vom Sprecherteam der Bundeskonferenz PiA hatten die große Ehre den PiA-Protest-Spot des PiA-Politik-Treffens auf dem 22. Deutschen Psychotherapeutentag hier in Berlin vorzustellen! Es gab einen langen Applaus und viele positive Rückmeldungen der Delegierten! Hier geht’s zum Video auf Youtube.

Pressemitteilung: Video-Spot

Video

Das gibt es nicht. – Leider doch!
Videospot zeigt: Bundesweit arbeiten qualifizierte Kräfte häufig für 0,- EUR/Std im Rahmen ihrer postgradualen Ausbildung in psychiatrischen Kliniken. Doch die nötige Gesetzesreform wird hinausgezögert.

Der Videospot, den politisch aktive Psychotherapeuten/-innen in Ausbildung (PiA) und ihre Unterstützer/innen am 18. März veröffentlichen, bringt es auf den Punkt: „Es ist ein unhaltbarer Zustand!“ Psychotherapeuten-/innen in Ausbildung arbeiten im Anschluss ihres Studiums mind. 1.800 Stunden in psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken. Sie werden dafür jedoch aufgrund des fehlenden Rechtsanspruchs gering bis gar nicht entlohnt. Zusätzlich bezahlen sie ihre hohen Ausbildungsgebühren aus eigener Tasche.

Die prekären Bedingungen sind für einen Beruf, der eine hohe Verantwortung für die Versorgung psychisch Erkrankter trägt, inakzeptabel. Es mutet geradezu mittelalterlich an in einem Land, das Mindestlohnbestimmungen und arbeitsrechtliche Standards kennt. Psychologie- und Pädagogik-Studierende, angehende Psychotherapeuten und zahlreiche Berufs- und Fachverbände (siehe Video-Abspann) fordern die Gesundheitspolitiker/innen der Regierungsparteien auf, diesen Missstand endlich mit einer Gesetzesreform aus der Welt zu schaffen.

Pressemitteilung als PDF herunterladen

Link zum Spot: http://youtu.be/s30N1QmsQfA

Der Spot wird am 18. März im Rahmen des 3. PiA-Politik-Treffens im DGB-Gewerkschaftshaus, Keithstr. 1+3, 10787 Berlin um 12 Uhr erstmalig gezeigt. Presse ist herzlich eingeladen!

Die Regisseurin, Johanna Ickert, wird neben gesundheitspolitischen Sprechern (FDP, Linke) anwesend sein.

Mehr Infos zum Spot:
http://psychotherapeutenwiki.de/PiA-Videospot/

Urteilsbegründung zum Prozess des Landesarbeitsgerichtes Hamm liegt vor

Pressemitteilung der PiA-Vertretung im VPP/BDP:

Urteilsbegründung zum Prozess des Landesarbeitsgerichtes Hamm liegt vor: Landesarbeitsgericht verurteilt psychiatrische Klinik zur Bezahlung einer Vergütung der praktischen Tätigkeit und weißt auf den Unterschied zum Praktischen Jahr des Medizinstudiums hin.

Wie bereits berichtet hat das Landesarbeitsgericht Hamm hat mit dem Urteil vom 29.11.2012 (Az. 11 Sa 74/12) einer klagenden Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin in Ausbildung aus NRW Recht gegeben und das Klinikum, in der sie die praktische Tätigkeit absolviert hatte, zu einer nachträglichen Vergütung von 12.000€ (1000€ pro Monat bei einer 3,5 bis 4 Tage-Woche) verurteilt.

Inzwischen ist die schriftliche Urteilsbegründung erfolgt. In dieser heißt es u. a.: „[…] dass die zwischen den Parteien getroffene Abrede über ein unentgeltliches Tätigwerden der Klägerin sich als sittenwidrig und rechtsunwirksam erweist, weil die Klägerin im praktischen Klinikjahr in erheblichem Umfang eigenständige und für das beklagte Klinikum wirtschaftlich verwertbare Leistungen erbrachte hat, für die das Klinikum ansonsten bezahlte Arbeitskraft eines Psychotherapeuten oder Psychologen hätte einsetzen müssen.“

Weiter:

Pressemitteilung:
http://www.vpp-pia.de/doku/2013_03_07_PM_Gerichtsurteil.pdf

Urteilsbegründung:
http://www.bbpp.de/PiA/LAG-Hamm-Entgeltanspruch-PiA.htm

Gesamt-Pressemeldung nach den Protesten

Ausbeutung beenden – Ausbildungsreform JETZT!
2500 Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) protestierten bundesweit für gerechtere Ausbildungsbedingungen

Berlin, 16. November 2012. Am 14.11.2012 gingen in Berlin und elf weiteren Städten Deutschlands über 2500 Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) gemeinsam mit Studierenden und ihren sich solidarisch erklärenden approbierten Kolleginnen und Kollegen auf die Straße, um für eine Reform der Ausbildung und damit eine Verbesserung der Ausbildungsbedingungen zu demonstrieren. Sie übergaben dem Bundesministerium für Gesundheit unter lautstarker Begleitung 9.000 Unterstützerunterschriften für die Berliner Resolution vom 30.8.2011. Sie stellten zudem zwei zentrale Forderungen an das BMG: „Wir fordern die angemessene Vergütung während der Praktischen Tätigkeit der Ausbildungsteilnehmer an Kliniken,“ so Katharina Röpcke , Sprecherin der PiA-Protestgruppe „PiA für gerechte Bedingungen! Berlin“. „Auch die Festlegung des Mastersabschlusses als Zugangsvoraussetzung zur Psychotherapieausbildung muss endlich festgeschrieben werden“, ergänzen Ariadne Sartorius (bvvp), Kerstin Sude (DPtV) und Eva Schweitzer-Köhn (BDP/VPP) als Verbandsvertreterinnen die Forderungen der PiA. (…)

Hier können Sie die vollständige Pressemitteilung als PDF herunterladen

Pressemitteilung: Bayerische PsychotherapeutInnen in Ausbildung demonstrieren in München für gerechtere Bedingungen

Pressemitteilung 14.11.2012: Ausbeutung beenden – Ausbildungsreform jetzt

Bayerische PsychotherapeutInnen in Ausbildung demonstrieren in München für
gerechtere Bedingungen

Am 14.11.2012 gingen bundesweit in 11 Städten Deutschlands Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) auf die Straße, um für eine Reform der Ausbildung und damit eine Verbesserung der Bedingungen zu demonstrieren.

Die PiA in München versammelten sich, unterstützt von Studenten, Niedergelassenen und Vertretern von Psychotherapeutenkammer und Verbänden, um 12.00 Uhr am Wittelsbacherplatz, um ihren Unmut über die zum Teil unzumutbaren Ausbildungsbedingungen auszudrücken. Besonders wurden dabei die mangelnde / fehlende Vergütung während der Praktischen Tätigkeit der Ausbildungsteilnehmer an Kliniken sowie die unklaren Zugangsvoraussetzungen zur Psychotherapieausbildung durch die Bologna-Reform angeprangert.

Mit etwa 300 Teilnehmern war die Demonstration sehr gut besucht – viele PiA nahmen sich in ihrer Mittagspause Zeit, hatten extra einen Tag freigenommen oder waren von weit angereist, zum Beispiel aus Nürnberg oder Regensburg.
Nachdem Lisa Brendel, Sprecherin der bayerischen PiA für die PTK Bayern, die Teilnehmer
und Gäste begrüßt hatte, sprach Birgit Gorgas vom Vorstand der PTK Bayern. Sie drückte die
Unterstützung der Kammer aus und ermutigte die Teilnehmer, sich weiter für die
notwendige Reform einzusetzen.

Anschließend wurde eine Resolution des zuständigen ver.di-Fachbereichs (Vorsitzender Erhard Reinfrank) verlesen, die im Vorfeld verabschiedet worden war und sich ebenfalls kritisch mit der schwierigen Situation der Ausbildungsteilnehmer auseinandersetzte. „Es gibt wohl keine staatlich geregelte Ausbildung, die unter derartigen Bedingungen zu absolvieren ist. Man fühlt sich in die zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts zurückversetzt, als Lehrlinge ihrem Lehrherren noch Lehrgeld zahlen mussten“ hieß es dort.

Die Demonstration zog über die Residenzstraße und die Maximilianstraße in den Karl-Scharnagl-Ring zur Bayerischen Staatskanzlei. Während der gesamten Veranstaltung machen die PiA und ihre Mitstreiter mit Trillerpfeifen, Megafonen und Slogans wie „Null Euro sind ein Hohn – drum fordern wir mehr Lohn“ aus sich aufmerksam und verteilten Flugblätter an Passanten.
Benedikt Waldherr, aktiv in verschiedenen berufspolitischen Gremien, bekräftigte bei der Abschlusskundgebung nochmals die Kritik an den Mängeln der Ausbildung und rief zu weiterem Engagement auf – nach der Approbation warteten neue Herausforderungen.

Lisa Brendel bedankte sich abschließend für die Teilnahme aller und vor allem für die Organisation der Veranstaltung. Etwa 10 PiA und Studenten hatten sich in den letzten Wochen die Zeit genommen, neben ihrer Ausbildung, Berufstätigkeit oder dem Studium am Gelingen der Veranstaltung mitzuwirken. Es war die erste derartige Veranstaltung in München – und hoffentlich nicht die letzte.
Ansprechpartnerin in München:
Lisa Brendel
PiA-Sprecherin für die PTK Bayern
Email: lisabrendel@gmx.net

Pressemitteilung der Verbände und von ver.di

Die Verbände bvvp, VPP/BDP und DPtV haben eine Pressemitteilung (PDF) heraus gegeben:

ver.di hat eine eigene Presse-Erklärung veröffentlicht:

PIA-DEMO: 14.11.2012

+++ 9000 Unterschriften für Gesundheitsminister Daniel Bahr +++

AUFRUF ZUR PIA-DEMO
„Ausbeutung beenden – Ausbildungsreform jetzt!“

  • 2 PiA-Protesttage in Berlin!
  • 1 Woche PiA-Streik!
  • 1400 Demonstranten bundesweit auf der Straße!
  • 1 Resolution mit 9000 Unterschriften!

Und noch immer keine Änderung! Noch immer werden wir vertröstet. Bisher ist es uns nicht gelungen, dem Gesundheitsminister die Berliner Resolution vom 30.08.2011 mit den 9000 Unterschriften zu übergeben. (Wortlaut der Resolution: PDF öffnen)

Damit ist jetzt Schluss!

Am 14.11.2012 wollen wir zwischen 13 Uhr und 15 Uhr Herrn Bahr die Unterschriften persönlich vorbei bringen. Orte werden das BMG in Berlin und Bahrs Wahlkreisbüro in Münster sein. Bundesweite Solidemos werden die Übergabe-Aktion unterstützen. Mach mit und sei dabei!

Willst du eine Solidemo in deiner Stadt organisieren? Dann melde dich unter: www.pia-im-streik.de/kontakt

Nähere Infos, Plakate und Flyer werden in der nächsten Zeit veröffentlicht.
Halte die Augen auf:

Mach mit! Werde aktiv! Sei solidarisch!

PiA-Politik-Treffen: 15.03.2012 in Berlin

Pressemitteilung

Politiktreffen gegen die Ausbeutung von Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA)

Die Arbeitsgruppe PiA für gerechte Bedingungen! Berlin, der Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten bvvp, die Deutsche Psychotherapeutenvereinigung DPtV sowie der Verband Psychologischer Psychotherapeuten VPP im BDP bereiten gemeinsam ein verbändeübergreifendes Treffen der Aktiven in der Politik, rund um das Thema Psychotherapeuten in Ausbildung vor.

„Unser Ziel ist es, Gemeinsamkeiten zu finden, für die sich PiA und Vertreter/innen der Berufsverbände unter Einbezug bestehender Strukturen in den Kammern einsetzen und einen gemeinsamen Aktionsfahrplan zu entwickeln“, so die Initiatorengruppe.

Unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ tagte die Arbeitsgruppe, bestehend aus Katharina Röpcke, Ariadne Sartorius, Mechthild Lahme, Kerstin Sude und Jean Rossilhol am vergangenen Mittwoch, um ein konstituierendes Treffen von Berufsverbänden der Profession am 15.03.2012 in der KV Berlin vorzubereiten.

Nachdem von Seiten des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) verdeutlicht wurde, dass eine Novellierung des Psychotherapeutengesetzes (PTG) noch in dieser Legislaturperiode auf der Agenda stehe, geht es nach den erfolgreichen bundesweiten PiA-Demonstrationen im Dezember darum, alle Kräfte für gemeinsame Ziele in weitere bundesweite Aktivitäten zu bündeln. Dabei sollen nicht nur die Zukunftsfragen der Psychotherapieausbildung Thema sein, sondern auch begonnene Aktivitäten zur Verbesserung der seit Jahren schwierigen Ausbildungsbedingungen der Studienabsolventen, die sich für den Beruf des Psychotherapeuten entschieden haben.

„Wir wollen uns austauschen und vernetzen. Denn nur, wenn wir gemeinsame Forderungen stellen, haben wir eine Chance, dass die Forderungen beim Reformprozess gehört und integriert werden“, führen die Aktiven weiter aus.

Um dabei die Belange der PiA berücksichtigen zu können und vorhandene berufspolitische PiA-Aktivitäten bündeln, erfassen und transparenter darstellen zu können, wurde im Vorwege ein Wiki eingerichtet. Zudem können sich PiA mit ihren Belangen über das Wiki an die Arbeitsgruppe wenden:

http://psychotherapeutenwiki.de/Berufspolitik/Novellierung/Treffen/

Die Initiatoren können auf erste Erfolge gemeinsamen Handelns zurückblicken: eine Resolution der Berliner PiA wurde von den Verbänden und der Gewerkschaft ver.di mitgetragen und unterstützt, sodass insgesamt knapp 8.000 Unterschriften gesammelt wurden. Eine Anfrage mit noch ausstehender Antwort zu einem Gespräch mit Übergabe dieser Resolution wurde von den PiA-Aktiven in Berlin an das BMG kürzlich gestellt.

Die Anmeldung zur Teilnahme am PiA-Politik-Arbeitstreffen sollte bis zum 12.3.2012 über die Kontaktseite erfolgen.

#Pressemitteilung: Schluss mit der Ausbeutung der Psychotherapeuten in Ausbildung

Pressemitteilungen zur Streikwoche vom 05.- 09.Dezember in Berlin (Pressemitteilung I & Pressemitteilung II) und den Protesten in Hessen und Köln (Klicken um PDF-Dokumente herunterzuladen)

Streikwoche vom 05.- 09.Dezember in Berlin, Wiesbaden, Mannheim und Köln, mit täglichen Versammlungen,  Demonstrationszügen und Aktionen, unterstützt von VPP und DPtV. Es erklären sich solidarisch die ver.di  Bundesfachkommission PP/KJP und die ver.di PIA-AG.

An Kliniken im ganzen Bundesgebiet legen PsychotherapeutInnen in Ausbildung (PiA) in der kommenden Woche ihre Arbeit nieder, um auf ihre prekäre Ausbildungssituation aufmerksam zu machen. Denn wir lernen und arbeiten unter so schlechten Bedingungen, wie sie bei keinem zweiten Beruf zu finden sind. Nach 12 Jahren Psychotherapeutengesetz ist der Punkt erreicht, die Räder stillstehen zu lassen. Wir fordern wirkliche Veränderung.

Das Psychotherapeutengesetz lässt das Thema „Finanzierung der Ausbildung“ schlicht und einfach aus. Dies hat zur Folge, dass wir, der Nachwuchs, neben unseren Kursen auch die sehr umfangreiche praktische Tätigkeit in den psychiatrischen Kliniken aus unserem eigenen Portmonaie bezahlen. Nocheinmal im Detail: die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten erfolgt postgradual an privaten Instituten. Dabei entstehen Kosten von 22000-50000 Euro. Die Ausbildung beeinhaltet neben
einem theoretischen Teil auch 1800h praktische Tätigkeit, die an psychiatrischen Kliniken absolviert werden muss. Diese wird schlecht, bzw. in Ballungsgebieten, wie Berlin, gar nicht vergütet. Gängige Unterstützungstöpfe wie Bafög und BAB wurden gesetzlich ausgeschlossen. Am Ende der Ausbildung steht die Approbation, die unter der Voraussetzung, dass ein “Kassensitz” frei ist und erstanden werden kann, eine Niederlassung in eigener Praxis erlaubt.

Psychotherapeuten wurden mit dem Psychotherapeutengesetz 1998 als akademischer Heilberuf anerkannt und ins Gesundheitssystem integriert. Wie aber sollen wir, die werdenden Psychotherapeuten, unserem Auftrag gerecht werden, psychisch Kranke zu heilen, wenn wir selber jenseits jeder Belastungsgrenze arbeiten müssen? Wie soll sich die fachliche Kooperation zwischen Psychotherapeuten und Psychiatern funktionieren und sich entwickeln, wenn wir an den Kliniken
gerade einmal geduldet werden, kaum angeleitet werden und nebenbei die Arbeit des zufällig eingesparten Diplompsychologen erledigen?

Wir haben (endlich) die Nase voll. Wir fordern eine angemessene Vergütung für unsere praktische Tätigkeit.

Vom 5.-9.12. legen wir die Arbeit nieder, nachdem wir uns vergeblich an unsere Arbeitgeber gewendet haben. Am Montag, den 05.12. beginnt unser „wilder“ Streik um 9:30Uhr mit einem Demonstrationszug um das Auguste-Viktoria-Klinikum in der Rubensstraße 125. Am Donnerstag, den 08.12. finden in mehreren deutschen Städten Demonstrationen statt; in Berlin geht es ab 14 Uhr von der Charite Mitte (Luisenstraße) via Reinhardtstraße zum Gesundheitsministerium. Zudem finden an den restlichen Tagen Versammlungen und Aktionen vor dem AVK (06. und 09.12.) und vor der Charite (07.12.) statt. ()