Beitrag in SternTV: PiA & Praktikantin klagen

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SternTV berichtet über eine klagende Praktikantin und unseren PiA-Kollgen Dr. Peter Freytag.

[…] Düster sieht es hingegen besonders im Gesundheitswesen, in der öffentlichen Verwaltung sowie im Bildungssektor aus. Dort gingen und gehen wohl noch immer rund 80 Prozent der Praktikanten leer aus. Diese Erfahrung hat auch Dr. Peter Freytag gemacht, der unentgeltlich in einer Klinik arbeitete. Der Diplom-Psychologe hatte bereits viele Jahre in seinem Beruf gearbeitet, als er sich 2010 entschloss, eine zusätzliche Ausbildung zum Psychotherapeuten zu machen. […]

Spiegel-Artikel: Nach der Uni kommt die Not

Im Karrierie-Spiegel ist ein Artikel zur Situation der Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) erschienen:

Hier zum Artikel

„Auf dem Weg in den Beruf gibt es für künftige Psychotherapeuten wenig zu verdienen, aber viel zu zahlen für die Ausbildung. Oft rackern sie jahrelang als Ein-Euro-Jobber. Die ersten Absolventen prozessieren: weil sie als billige Arbeitskräfte teure Therapeuten ersetzen. (…)“

Diskutiert mit, was Ihr vom Artikel haltet!

Presse zum Flashmob in Münster

Angehende Therapeuten stehen still
Flashmob als Protest gegen prekäre Ausbildungsbedingungen
Münster – Knapp 200 Psychotherapeuten in Ausbildung haben an der Stubengasse mit einem Flashmob unter dem Motto „Stillstand seit 1999 – Reform jetzt“ auf die prekären Bedingungen in der Psychotherapieausbildung aufmerksam gemacht. Sie haben die Szenerie „eingefroren“, sich für einige Minuten nicht bewegt.

Weiter:
http://www.wn.de/Muenster/Angehende-Therapeuten-stehen-still-Flashmob-als-Protest-gegen-prekaere-Ausbildungsbedingungen

Presse zum Flashmob in Dresden

Angehende Dresdner Psychotherapeuten protestieren gegen Hungerlöhne
Stephan Hönigschmid
Dresden. Mit einem Flashmob haben angehende Psychotherapeuten sowie Psychologiestudenten am Montag in Dresden vor der Frauenkirche gegen ihre schlechten Ausbildungsbedingungen protestiert. Um auf ihre Situation aufmerksam zu machen, verharrten sie fünf Minuten wie festgefroren.

Weiter:
http://www.dnn-online.de/dresden/web/regional/kultur/detail/-/specific/Angehende-Dresdner-Psychotherapeuten-protestieren-gegen-Hungerloehne-749365060

Flashmob in Osnabrück: Artikel in der Osnabrücker Zeitung

Psychotherapeuten in Ausbildung protestieren
Flashmob in Osnabrück erregt wenig Aufmerksamkeit
Osnabrück Wer vorab nicht Bescheid wusste, blieb beim Anblick der für einen Moment wie erstarrt wirkenden jungen Leute auf dem Nikolaiort ratlos. Nur fünf Minuten dauerte der Flashmob, bei dem auf einen Pfiff hin alle Teilnehmer regungslos verharrten. Auf den Schlusspfiff hin verstreuten sie sich sofort wieder in alle Richtungen.

Weiter:
http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/248026/flashmob-in-osnabruck-erregt-wenig-aufmerksamkeit

Report Mainz: Verrat an psychisch Kranken (30.04.2013)

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Aus der Sendung vom Dienstag, 30.4. | 21.45 Uhr | Das Erste

Psychisch kranke Menschen warten meist wochenlang auf einen Therapieplatz. Häufig sind die zugelassenen Psychotherapeuten überlastet. Bei schwer kranken Menschen kann das gefährlich sein. Deshalb sollen die Patienten einen freien, nicht zugelassenen Psychotherapeuten aufsuchen können. Voraussetzung: Sie müssen zuvor mindestens drei Absagen von zugelassenen Therapeuten bekommen haben und unaufschiebbare, behandlungsbedürftige Probleme haben. Doch die kassenärztliche Vereinigung Rheinland Pfalz befürchtet wohl Honorarkürzungen durch die Krankenkassen, wenn diese Patienten notgedrungen zu nicht zugelassenen Therapeuten gehen.

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SPON: Zoff über Kostenerstattung – Kassen schikanieren Psychotherapie-Patienten

Patienten mit psychischem Leiden müssen bei der Therapeutensuche entweder Geduld aufbringen – oder zum Privattherapeuten gehen. Doch ein Antrag auf Kostenerstattung bei den gesetzlichen Krankenkassen bietet etliche Hürden. Das Bundesgesundheitsministerium schafft jetzt Abhilfe, teilweise.

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http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/psychotherapie-zoff-ueber-kostenerstattung-a-897358.html

Artikel in der taz über schlechte Ausbildungsbedingungen (05.04.2013)

„So kann man nicht umgehen mit Menschen“

Finanzielle Aspekte überwiegen wohl Berufsethik, sagt Therapeut Christoph Stößlein

taz: Herr Stößlein, wofür steht die Abkürzung „PiA“? Für „Psychotherapeuten in Ausbildung“ oder nicht doch eher „in Ausbeutung“?

Christoph Stößlein: Formal für Ersteres, aber die Kritik der angehenden Psychotherapeuten an ihren Ausbildungsbedingungen ist völlig berechtigt. Sie müssen eine Praxisphase in einer psychiatrischen Klink absolvieren, deren Sinn und Zweck eigentlich klar gesetzlich geregelt ist: Störungsbilder sowie deren Diagnostik und Behandlung kennen lernen, alles unter fachkundiger Anleitung.

Was ist das Problem?

Faktisch machen die PiAs heute nicht nur einen großen Teil der Testdiagnostik, sondern geben auch Gruppen- und Einzeltherapien – oft ohne direkte Anleitung. Das ist ein zweifaches Foul: zum einen gegen die Auszubildenden, die viel mehr machen, als sie sollen und dürfen. Zum anderen gegen die ausgebildeten Psychologen und Psychotherapeuten. Die finden dann eben keine Anstellung, weil die Klinken mit den billigen PiAs arbeiten.

Warum machen die Kliniken das?

Offenbar überwiegen da finanzielle Aspekte die Berufsethik. Denn natürlich ist dieses Modell kostengünstiger, doch die Kliniken riskieren damit eine erhebliche Verschlechterung ihrer Qualität. Denn sie werfen in vielen Fällen junge Leute ohne gute Einführung, ohne Supervision ins kalte Wasser mit schwer kranken Patienten. So kann man mit Menschen nicht umgehen.

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Artikel in Ärzte Zeitung: Auch im Psycho-PJ muss Leistung bezahlt werden

Ärzte Zeitung, 27.03.2013: Urteil – Auch im Psycho-PJ muss Leistung bezahlt werden

Überwiegt im Praktischen Jahr der Arbeitseinsatz für die Klinik den Ausbildungszweck, dann muss diese Arbeit auch bezahlt werden. So lautet ein Urteil, das aber noch nicht rechtskräftig ist.
Von Martin Wortmann

HAMM. Werden Psychotherapeuten für ihr Praktisches Ausbildungsjahr in einer Klinik nicht bezahlt, kann dies sittenwidrig sein.

Eine Vergütungspflicht besteht zumindest dann, wenn der angehende Psychotherapeut „in erheblichem Umfang eigenständige und für das Klinikum wirtschaftlich verwertbare Leistungen erbracht hat“, für die sonst eine bezahlte Arbeitskraft hätte eingesetzt werden müssen, entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Hamm in einem jetzt schriftlich veröffentlichten Urteil.

Damit bekam eine angehende psychologische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin recht. Sie hatte sich mit ihrer Klinik ursprünglich darauf geeinigt, dass für das Praktische Jahr keine Vergütung zu zahlen ist.

Doch als sie feststellte, dass die Ausbildungsbestandteile ihres Praktikums viel zu kurz kamen und sie stattdessen als vollwertige Arbeitskraft eingesetzt wurde, wollte sie dies auch honoriert haben.

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Presseecho der Proteste

Darüber hinaus gab es Radiobeiträge bei WDR 5, Campus Radio und Fernsehbeiträge bei RTL.

WDR 5, Westblick über PiA-Protest

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WDR 5 Westblick berichtet über die PiA-Proteste: Interview mit Robin Siegel, PiA-Bundessprecher (Download MP3-Datei).

Themen: Nach einem OVG-Urteil haben alle Lehrer Anspruch auf Kostenerstattung für Klassenfahrten; Kommentar zum OVG-Urteil; Psychotherapeuten in Ausbildung protestieren gegen Ausbildungssituation; dazu Interview mit Verbandssprecher Robin Siegel; Vorerst keine Atommülltransporte von Jülich nach Ahaus; Bruch der schwarz-grünen Koalition im lippischen Kreistag; Stromversorger scheitern vorerst mit Klage vor dem OLG Düsseldorf; Regionale Unterschiede bei Zahl der Kaiserschnittentbindungen. Moderation: Irene Geuer © WDR 2012

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