Sag uns alles über Deine Praktische Tätigkeit!

Liebe PiA, lieber PiA,

das PiA-Forum-Berlin will alles zu den Arbeits- und Lernbedingungen in Deiner Praktischen Tätigkeit wissen, egal wo Du in Deutschland wohnst! Wenn wir 500 Teilnehmende zusammenbekommen, kann diese Erhebung richtig viel aussagen und unsere Bemühungen um bessere Bedingungen anfeuern. Also bitte unterstütze uns und fülle jetzt unseren Fragebogen aus:

!_Studie zur Praktischen Tätigkeit auf sciencehero_!

sciencehero wird von einer solidarischen Psychologin betrieben, die für uns die Auswertung machen wird. Das Portal wird Dich um eine Anmeldung bitten.

Dein pia-im-streik-Team

 

Ergebnisse des Berliner Klinik-Rankings online!

Liebe Berliner und Brandenburger PiA,

auf www.piaforum.de/klinikvergleich findet Ihr die Ergebnisse der diesjährigens Klinik-Rankings. Es gibt klare Gewinner und auch klare Verlierer. Wir raten Euch dazu, die Kliniken/Einrichtungen auf deren Umfrage-Ergebnisse aufmerksam zu machen und damit zu versuchen Eure eigene Verhandlungsposition zu stärken. Informiert Euch gut, bevor ihr eine Stelle für die praktische Tätigkeit wählt.

Diskutiert die Ergebnisse hier: http://piaforum.de/2014/11/ergebnisse-des-berliner-klinik-rankings-online/

Wir möchten diese Ergebnisse in viele Kanäle bringen und brauchen dazu Eure Unterstützung. Wenn ihr mithelfen möchtet, meldet Euch per E-Mail an berlin@piaforum.de

Viele Grüße

Eurer Sprecher-Team des Berliner PiA-Forums: Hannah, Julia, Carolina, Mira & Manuel

Protokoll des 4. PiA-Politik-Treffens

Die Protokolle des letzten PiA-Politik-Treffens in Berlin sind online und können hier abgerufen werden. Interessant für uns PiA ist dabei vor allem die Resolution an unsere Ausbildungsinstitute zur Qualitätssicherung und eine sehr praktische Tabelle zur Arbeitsdokumentation während der Praktischen Tätigkeit. Damit kannst Dur dir errechnen, was Du eigentlich in der praktischen Tätigkeit mindestens verdienen müsstet.

  • Gibt es an deinem Ausbildungsinstitut bereits ein System zur Qualitätssicherung? Wenn nicht, dann schicke Deiner Institutsleitung doch mal die Resolution!
  • Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Dokumentiere alle Deine Leistungen während der praktischen Tätigkeit

Forderungen – Worum geht es?

PiA – Das sind Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in Ausbildung

Bei den bundesweiten Demonstrationen und Aktionen 2011, 2012 und 2013 haben wir, die freie Protestgruppe PiA für gerechte Bedingungen! (PfGB), und unsere PiA-Kolleginnen und -Kollegen auf die prekären Ausbildungsbedingungen von angehenden PsychotherapeutInnen aufmerksam gemacht:

  • Wenig bis keine Vergütung der praktischen Tätigkeit in Krankenhäusern
  • Unklare Zugangsvoraussetzungen zur Ausbildung
  • Fehlende demokratische Strukturen an Ausbildungsinstituten
  • Ungenügende Transparenz bei den Ausbildungskosten
  • Unzureichende Qualitätssicherung der Ausbildung

Wir fordern daher:

  • Angemessene Bezahlung der praktischen Tätigkeit

  • Masterniveau als Zugangsvoraussetzung zur Ausbildung

  • Ausbildungsreform jetzt!

Reicht Dir das? Was forderst Du noch? Diskutiere mit!

„DIREKTAUSBILDUNG PSYCHOTHERAPIE. Ein Weg mit fatalen Konsequenzen“

Steffen Fliegel
Mitglied der Forschungsgruppe „Ausbildung in Psychologischer Psychotherapie und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie“

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) arbeitet mit Vehemenz an einem grundlegenden Studiengang Psychotherapie, einer sogenannten „Direktausbildung“, und will damit das nach langen Auseinandersetzungen erst vor gut zehn Jahren geschaffene und bewährte Ausbildungsmodell opfern, obwohl sich seit Inkrafttreten des Psychotherapeutengesetzes (PsychThG) eine gute psychotherapeutische Versorgung etablieren konnte. Zu dieser Qualität trägt nach Meinung des Forschungsgutachtens „Ausbildung in Psychologischer Psychotherapie und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie“ (Federführung: Prof. Dr. Bernhard Strauß) insbesondere auch die derzeitige Ausbildungsstruktur bei.
Nach der vom BMG geplanten Ausbildungsreform soll es zukünftig offenbar einen Approbationsstudiengang Psychotherapie geben, der direkt nach dem Abitur beginnen und fünf Jahre dauern soll. Hauptargument des BMG ist eine vermeintliche „ordnungspolitische Angleichung“ der Heilberufe: Auch in der Psychotherapie solle so ausgebildet werden wie in anderen heilkundlichen Tätigkeitsfeldern, in der Medizin, in der Zahnmedizin und in der Pharmazie.

Um heute die psychotherapeutische Approbation zu erwerben und danach heilkundlich im Bereich Psychotherapie tätig sein zu dürfen, erfolgt nach Absolvierung der grundlegenden Studiengänge Bachelor und Master (oder Diplom) in Psychologie/Pädagogik eine postgraduale staatlich kontrollierte Psychotherapieausbildung. (…)

Hier den vollständgien Text lesen (PDF)

Di, 15.10.13 um 19:30 Uhr: Berliner PiA-Forum

Einladung zum Berliner PiA-Forum – Liebe Institutssprecherinnen und Institutssprecher, liebe Berliner PiA,

wir laden Euch herzlich zum 3. Berliner PiA-Forum ein. Wir treffen uns am 15.10.2013 um 19:30h in den Räumen der dgvt, Sybelstr. 9, 10629 Berlin. Unsere vorläufige Tagesordnung (bitte ggf. Ergänzungswünsche rückmelden!):

  1. Begrüßung und Vorstellung der dgvt
  2. Vorstellungsrunde, Stand der Vernetzung
  3. Öffentlichkeitsarbeit/Information: was brauchen wir? E-mail-Verteiler, Newsletter, Poster, Folien etc.
  4. Bericht: Liste der ausbildenden Kliniken
  5. PiA in die Kammer: Kurzpräsentation
  6. Input und Diskussion: Qualitätskriterien für Ausbildungsinstitute
  7. Unterstützung der Aktion für mehr Personal im Krankenhaus der Charité
  8. Termine, sonstiges

Das 4. PiA-Politik-Treffen hat am 23.9. eine Resolution zu Qualitätskriterien für Ausbildungsinstitute verabschiedet. Diese möchten wir gerne mit Euch diskutieren und auf Berliner Verhältnisse anpassen. Damit wir alles auch gut untereinander abstimmen können, wünschen wir uns, dass von jedem Institut 1-2 Institutssprecher/-innen sowie alle interessierten PiA Berlins zum Treffen kommen. Da wieder mehr als genug ansteht, haben wir uns fest vorgenommen, dieses Mal straffer durch das Programm zu moderieren. Versprochen!

Wir freuen uns auf Euch!

Hannah, Frank, Benjamin, Yvonne, Julia und Katharina (Euer PiF-Rat)
berlin@piaforum.de


http://piaforum.de/

Was ist das PiA-Forum? Das Berliner PiA-Forum ist das demokratische Vernetzungsorgan der Berliner Psychotherapeuten/innen in Ausbildung für Erwachsenenpsychotherapie sowie Kinder- und Jugendpsychotherapie. Es dient der Umsetzung der Idee „21 Institute, eine PiA-Schaft“ und hat die Aufgabe, den Informations- und Meinungsaustausch aller Berliner Psychotherapeuten in Ausbildung zu fördern.

http://piaforum.de/pif-rat/

Artikel in der taz über schlechte Ausbildungsbedingungen (05.04.2013)

„So kann man nicht umgehen mit Menschen“

Finanzielle Aspekte überwiegen wohl Berufsethik, sagt Therapeut Christoph Stößlein

taz: Herr Stößlein, wofür steht die Abkürzung „PiA“? Für „Psychotherapeuten in Ausbildung“ oder nicht doch eher „in Ausbeutung“?

Christoph Stößlein: Formal für Ersteres, aber die Kritik der angehenden Psychotherapeuten an ihren Ausbildungsbedingungen ist völlig berechtigt. Sie müssen eine Praxisphase in einer psychiatrischen Klink absolvieren, deren Sinn und Zweck eigentlich klar gesetzlich geregelt ist: Störungsbilder sowie deren Diagnostik und Behandlung kennen lernen, alles unter fachkundiger Anleitung.

Was ist das Problem?

Faktisch machen die PiAs heute nicht nur einen großen Teil der Testdiagnostik, sondern geben auch Gruppen- und Einzeltherapien – oft ohne direkte Anleitung. Das ist ein zweifaches Foul: zum einen gegen die Auszubildenden, die viel mehr machen, als sie sollen und dürfen. Zum anderen gegen die ausgebildeten Psychologen und Psychotherapeuten. Die finden dann eben keine Anstellung, weil die Klinken mit den billigen PiAs arbeiten.

Warum machen die Kliniken das?

Offenbar überwiegen da finanzielle Aspekte die Berufsethik. Denn natürlich ist dieses Modell kostengünstiger, doch die Kliniken riskieren damit eine erhebliche Verschlechterung ihrer Qualität. Denn sie werfen in vielen Fällen junge Leute ohne gute Einführung, ohne Supervision ins kalte Wasser mit schwer kranken Patienten. So kann man mit Menschen nicht umgehen.

Weiter zum Artikel hier

Online-Petition: Anwort des Deutschen Bundestages

Für eine Online-Petition wurden über 10.000 Unterschriften gesammelt. Es ging dabei um eine angemessene Vergütung der Praktischen Tätigkeit. Über diesen Blog bekamen wir von der Petentin die Antwort des Deutschen Bundestages zugeschickt.

„Deutscher Bundestag
Petitionsausschuss
Die Vorsitzende

11011 Berlin, 30.03.2012
Platz der Republik 1

Sehr geehrte Frau …,

der Deutsche Bundestag hat Ihre Petition beraten und am 08.03.2012 beschlossen:

Die Petition
a) der Bundesregierung – dem Bundesministerium für Gesundheit – als Material zu überweisen,
b) den Fraktionen des Deutschen Bundestages zur Kenntnis zu geben.

Er folgt damit der Beschlussempfehlung des Petitionsausschusses (BT-Drucksache 17/8781), dessen Begründung beigefügt ist.

Mit dem Beschluss des Deutschen Bundestages ist das Petitionsverfahren beendet.

Mit freundlichen Grüßen
Kersten Steinke
Anlage: – 1 –

Beschlussempfehlung

Die Petition
a) der Bundesregierung – dem Bundesministerium für Gesundheit – als Material zu überweisen,
b) den Fraktionen des Deutschen Bundestages zur Kenntnis zu geben.

Begründung

Mit der Petition wird um eine angemessene Vergütung der Ausbildungskandidaten zum psychologischen Psychotherapeuten gebeten.

Es handelt sich um eine öffentliche Petition, die auf der Internet-Seite des Petitionsausschusses veröffentlicht wurde. 10.244 Mitunterzeichner haben die Petition unterstützt. Es gab 98 Diskussionsbeiträge (pro und contra im Internet).

Die Petition richtete sich im Wesentlichen auf das seinerzeitige Gesetzgebungsverfahren zum Krankenhausfinanzierungsreformgesetz (KHRG). In dem seinerzeitigen Gesetzesentwurf seien in den Ausbildungsbudgets in den Kliniken und im Ausgleichsfonds keine Kosten für eine künftige Vergütung der Ausbildungskandidaten zum psychologischen Psychotherapeuten vorgesehen. Dies sei für die mittelfristige psychotherapeutische Versorgung in Deutschland mit ernst zu nehmenden negativen Folgen verbunden. Um psychologischer Psychotherapeut werden zu können, brauche man das abgeschlossene Studium der Psychologie, welches sechs bis sieben Jahre dauere, und zusätzlich eine Vollzeitausbildung, die meist vier bis fünf Jahre dauere. Laut Psychotherapeutengesetz müsse ein Ausbildungskandidat im Rahmen der Ausbildung mindestens anderthalb Jahre praktische Tätigkeit in entsprechenden Kliniken absolvieren. Dabei würde er im Wesentlichen die gleiche Arbeit machen wie die fest angestellten Psychotherapeuten. Da die Kliniken dafür in der Regel keine oder sehr geringe Vergütung zahlten, lebten viele Ausbildungskandidaten unter dem Sozialhilfesatz und bekämen keine Unterstützung vom Arbeitsamt. Die Nachwuchssituation würde damit mittelfristig gefährdet.
Zu den weiteren Einzelheiten des Vortrages der Petentin wird auf die von ihr eingereichten Unterlagen verwiesen.

Zu diesem Anliegen sind beim Petitionsausschuss weitere Eingaben eingegangen, die aufgrund ihres Sachzusammenhangs einer gemeinsamen parlamentarischen Behandlung zugeführt werden.

Das Ergebnis der parlamentarischen Prüfung stellt sich unter Berücksichtigung der Stellungnahmen des Bundesgesundheitsministeriums für Gesundheit (BMG) wie folgt dar:

Der Petitionsausschuss weist darauf hin, dass die Frage der Vergütung der praktischen Tätigkeit im Rahmen der Ausbildungen nach dem Psychotherapeutengesetz nicht nur im Zusammenhang mit der vorliegenden Eingabe thematisiert worden ist.
Sie war auch Gegenstand einer Vielzahl von Eingaben anderer Betroffener und Schreiben an Abgeordnete des Deutschen Bundestages. Der Forderung konnte im Zusammenhang mit dem Gesetzgebungsverfahren zum Krankenhausfinanzierungsreformgesetz nicht entsprochen werden. Das BMG wies in seiner Stellungnahme gegenüber dem Petitionsausschuss darauf hin, dass festzuhalten ist, dass die Umstände, unter denen die praktische Tätigkeit abgeleistet wird, in vielen Fällen nicht der geltenden Rechtslage nach dem Psychotherapeutengesetz oder dem, was der Gesetzgeber als inhaltliche Aufgabe dieser Ausbildungsphase vorgesehen hat, entsprechen.

Das BMG hat im Hinblick auf die bereits häufiger vorgetragenen Probleme mit der Psychotherapeutenausbildung ein Forschungsgutachten zum Psychotherapeutengesetz veranlasst, das im Mai 2009 vorgelegt wurde. Gegenstand des Gutachtens waren auch Fragen zur Finanzierung der Ausbildungen. Im Juni 2011 teilte das BMG mit, dass es nach wie vor beabsichtige, das Psychotherapeutengesetz und die Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen grundlegend zu überarbeiten. Einen konkreten Zeitplan dafür gebe es noch nicht.

In diesem Zusammenhang weist der Petitionsausschuss darauf hin, dass hinsichtlich der im Koalitionsvertrag auch vereinbarten grundlegenden Modernisierung und Zusammenführung der Pflegeberufe die unter gemeinsamer Federführung des BMG und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eingesetzte Bund-Länder-Arbeitsgruppe die Aufgabe hat, Eckpunkte für ein neues Berufsgesetz zu erarbeiten. Die Beratungen befassen sich im Wesentlichen mit den allgemeinen Grundsätzen der Zusammenführung der gegenwärtig unterschiedlichsten Systeme in den Ausbildungen, Aspekten der Ausbildungsstrukturen und –inhalte sowie Finanzierungsfragen.

Nach Ansicht des Petitionsausschusses sind es die in der Petition vorgetragenen Argumente wert, in diesen weiteren Prozess eingebunden zu werden. Er empfiehlt deshalb, die Petition der Bundesregierung – dem BMG – als Material zu überweisen und den Fraktionen des Deutschen Bundestages zur Kenntnis zu geben.“

Einladung zum Fachgespräch am 20.06.2012

„Fachgespräch: Situation der PsychotherapeutInnen in Ausbildung (PiAs) verbessern“ (Berlin)

Die PsychotherapeutInnen in Ausbildung (PiAs) haben in den letzten Monaten mehrfach auf ihre schwierige Situation während ihrer Ausbildungsphase hingewiesen. Unterschiedliche Qualität der Ausbildung, mangelnde oder gar keine Entlohung ihres Praktikums in der stationären Zeit, fehlende Vertretung in der Psychotherapeutenkammer u.v.m. Niemand bestreitet diese schlechte Situation, aber geschehen ist nichts. Deshalb sollen im Rahmen eines Fachgespräches im Abgeordnetenhaus konkrete Verbesserungsmöglichkeiten für die PiAs diskutiert werden.
Zu diesem Fachgespräch möchte ich Sie gerne einladen.
Mittwoch, den 20. Juni 2012 zwischen 18:00 – 20:00 Uhr
im Berliner Abgeordnetenhaus, Niederkirchnerstraße 5, Raum 377 [10111 Berlin]
Zugesagt haben neben VertreterInnen der PiAs, Herr Michael Krenz u.a. (Präsident der Psychotherapeutenkammer Berlin), Herr Prof. Dr. med. Jürgen Gallinat (Chefarzt Psychiatrische Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus, Abteilung Wedding) und Frau Meike Jäger (Landesbezirksfachbereichsleiterin für Gesundheit bei ver.di). …

Mit freundlichen Grüßen

Heiko Thomas
[Gesundheitspolitischer Sprecher, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
im Abgeordnetenhaus von Berlin]“

Alle PiA sind herzlich eingeladen, dabei zu sein! Zeigt mit eurer Präsenz, dass ihr die Interessen der PiA unterstützt! Ihr braucht euch nicht anmelden, müsst aber den Personalausweis dabei haben.