Wir rufen gemeinsam mit der PsyFaKo am 20.5. zum bundesweiten Protest auf!

Aufruf

  • Ausbildungsreform ganz oben auf die Agenda im neuen Koalitionsvertrag
  • Übergangsregelungen bis zur Ausbildungsreform
  • Angemessene Bezahlung der Praktischen Tätigkeit
  • Masterniveau als einheitliche Zulassungsvoraussetzung zur Ausbildung

In zahlreichen Städten sind schon Aktionen geplant:
Berlin _ Aufruf für Berlin _ Erlangen _ Witten _ Trier _ Regensburg _ Dresden _ Hamburg _ Bamberg _ Hamm _ Bielefeld _ Tübingen _ Gießen _ Heidelberg _ Münster _ Würzburg _ Greifswald Hier warten wir noch auf die konkreten Treffpunkte

Schließt Euch den Aktionen an! Stellt Euch auf den Marktplatz in Eurer Stadt, zieht Euch ein blaues T-Shirt an und schickt das Foto an berlin@piaforum.de

Einladung zum 8. PiA-Politik-Treffen

Am 21.09.2015 ab 09:00 Uhr findet zum nunmehr achten mal das PiA-Politik-Treffen – unter dem Titel „Wie kann ein Approbationsstudium Psychotherapie gelingen?“ – statt. Auch dieses mal wird es wieder reichlich Gelegenheit geben für einen gemeinsamen Austausch und Diskussionen. Egal ob „alte Hasen“ oder „interessierte Neulinge“, hier ist jeder herzlich willkommen und gut aufgehoben, der Interesse für berufspolitische Themen mitbringt und/oder sich aktiv an der überverbandlichen Zusammmenarbeit auf PiA Ebene einbringen möchte.

Die Vorbereitungen der Zeitplanung und der Redner läuft noch und Ein Programm sowie ein genauer Zeitplan folgt in Kürze

Hier geht es zur Online-Anmeldung zum Treffen.

Hier geht es zum Facebook-Event.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Bitte leiten Sie diese Einladung an berufspolitisch Interessierte und „PiA-Organisationen“ weiter.

„Wir sollten endlich damit anfangen unsere Rechte selbstbewusst einzufordern!“ – Interview mit PiA, die ihre Klinik verklagten.

In den letzten Monaten erschienen immer wieder Berichte von Gerichtsprozessen und Psychotherapeuten in Ausbildung (im Folgenden ‚PiA‘), die ‚ihre‘ Krankenhäuser und Kliniken verklagten. Es gab sowohl PiA, die gewonnen haben als auch PiA, die Prozesse verloren haben. Vor einer Woche hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) die Revision der vorm Landesarbeitsgericht (LAG) Nordrhein-Westfalen verklagten Klinik zurückgewiesen (Anm. d. Redaktion: Pressemitteilung des VPP). Das bundesweit berühmt gewordene Verfahren vom LAG Hamm (Az. 11 Sa 74/12) wird somit nicht wieder aufgenommen. Die Kollegin erhält somit ein gültiges Urteil und eine etwas geringere Vergütung als die ursprünglich zugesprochene – damit hat wieder ein PiA mehr vor einem Arbeitsgericht gewonnen. Was weiterhin aussteht ist ein höchstrichterliches Urteil des BAG zu den Arbeitsverhältnissen der PiA.

Damit ihr Euch selbst ein Bild machen könnt, was im Falle einer Klage auf Euch zukommt, haben wir von www.pia-im-streik.de das Gespräch mit den Klägerinnen und Klägern gesucht. Unsere beiden Interviewpartner vertreten dabei unterschiedliche Perspektiven auf das Thema „Verklage Deine Klinik“. Während Peter Freytag davon ausgeht, dass es mit der Approbation schwierig werden könnte, wenn man von einem Gericht eine volle Vergütung zugesprochen bekommt, weil damit der Ausbildungscharakter der praktischen Tätigkeit im Rahmen der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Psychologische Psychotherapeuten (PsychTh-AprV) wegfallen könnte, beruft sich Esther Bockwyt auf das Psychotherapeutengesetz (PsychThG), das nicht vorschreibe, ob die praktische Tätigkeit ein Angestelltenverhältnis oder ein Praktikum sein solle. Eine Anerkennung der praktischen Tätigkeit komme für sie nicht mehr in Frage, sie hat sich beruflich umorientiert. Auch bei möglichen negativen Folgen für künftige PiA-Generationen haben die beiden unterschiedliche Ansichten.

DSC_7570-1-4x6d_pp2autokorrEsther Bockwyt hat im Jahr 2010 in Vollzeit für das Asklepios Fachklinikum in Teupitz (Brandenburg) gearbeitet, ist aber lediglich für eine halbe Stelle unter Tarif bezahlt worden, während die restliche Arbeitszeit als Praktikum deklariert worden ist. In dem nachfolgenden, ca. ein Jahr dauernden Rechtsstreit gegen Asklepios ist ihr am Ende vom Gericht in zwei Instanzen das volle Gehalt zugesprochen worden (5 Ca 1191/13). Laut Gericht habe kein Praktikum sondern ein Arbeitsverhältnis bestanden.

peterDas Verfahren von Peter Freytag (11 Ca 10331/13) ist noch nicht abgeschlossen. Das Arbeitsgericht in Köln hat ihm zunächst keinen Anspruch auf Vergütung zugesprochen woraufhin Peter Revision eingelegt hat. Peter Freytag ist Sprecher der PiA-Vertretung im VPP und Beisitzer im Bundesvorstand des VPP.

Für alle Interessierte im Berliner Raum, wird es am 28.04.2015 um 19:30 Uhr ein Treffen in der Turnhalle am Ostkreuz (Holteistraße, 6-9, 10245 Berlin) geben, um gemeinsame Klagewege zu ergründen (s. Facebook-Event & Info zur Location)

Das ganze Interview in ungekürzter Fassung:

 

Hallo Peter, hallo Esther, Ihr habt vor kurzem Eure Krankenhäuser verklagt, in dem Ihr die praktische Tätigkeit (PiA müssen im Rahmen ihrer Ausbildung 1800 Stunden davon machen) gemacht habt. Was hat den Ausschlag für Euch gegeben zu klagen?

Peter:

Mir ging es um das Prinzip, dass PiA oft unentgeltlich zur stationären Versorgung beitragen, und das auch noch ohne hinreichende Anleitung durch erfahrene Therapeuten. Ich möchte einfach von einem Gericht hören, in welchem Verhältnis die für die Klinik erbrachte Leistung zu der durch die Klinik erhaltene Anleitung stehen muss, um solche Null-Euro-Stellen rechtfertigen zu können.

Esther:

Ich habe in der Klinik, in der ich tätig war, insgesamt auf vielerlei Art und Weise schlechte Erfahrungen gemacht. Ich habe dort immer mein Bestes gegeben, in Vollzeit und mit hoher Verantwortung gearbeitet. Ich bin die einzige Stationspsychologin gewesen, habe ebenso wie die Stationsärztin zwischen 8-11 Einzelgespräche in der Woche geführt, Klein- und Großgruppen eigenständig geleitet und den üblichen Dokumentationskram erledigt. Angeleitet worden bin ich dort, bis auf ein Mindestmaß an ‚Supervision‘, nicht.

In Gesprächen mit anderen PiA habe ich auch festgestellt, dass niemand über eine derart umfangreiche und verantwortungsvolle Arbeit berichtet, wie dies bei mir und den anderen PiA bei Asklepios in den brandenburgischen Kliniken der Fall ist. Dort werden PiA grundsätzlich als Ersatz für Psychologen bzw. Psychotherapeuten ‚eingestellt‘, um Kosten zu sparen. Auch an anderem Personal wird bekanntermaßen in großem und rechtlich fragwürdigem Stil eingespart, es gibt z.B. eine konzerneigene Zeitarbeitsfirma. Festangestellte Psychologen gibt es dort so gut wie gar nicht mehr. Diese Klinik ist in meinen Augen wirklich in jeglicher Hinsicht ein Extrembeispiel für Mitarbeiterausbeutung, was sich unter anderem letztendlich auch in einem destruktiven Mitarbeiter- und Arbeitsklima sowie am Ende der Kette in mangelhafter Patientenversorgung niederschlägt.

Für mich stand fest, dass ich klagen werde, da ich wusste und gespürt habe, dass mir für diese Arbeit, die ich dort geleistet habe, Geld zusteht und da ich insgesamt in dieser Klinik, wie andere auch, sagen wir mal, nicht sonderlich sozial kompetent behandelt worden bin. Für mich gab es deshalb keinerlei Ambivalenz bezüglich der Entscheidung. Ab sofort darf die Klinik dieses Modell für PiA nicht mehr anwenden, sonst macht sie sich strafbar. Es war wichtig für mich, von einem Gericht anerkannt zu bekommen, was ich dort getan habe, denn diese Anerkennung musste ich damals in der Klinik leider missen. So ist es letztendlich auch ein Stück Genugtuung für mich und dieses Lebenskapitel ist nun auch innerlich abgeschlossen. Es ist nicht alles schlecht gewesen, was ich bei Asklepios erfahren habe, jedoch überwogen letztendlich doch die negativen Erfahrungen und das Gefühl von Ungerechtigkeit.

Ihr habt Euch vor Gericht von einem Fachanwalt für Arbeitsrecht vertreten lassen. Konnten Eure Kosten von einer Rechtsschutzversicherung übernommen werden? Mit welchen Kosten müssen PiA rechnen, wenn sie klagen möchten?

Peter:

Grundsätzlich muss in arbeitsrechtlichen Verfahren in der ersten Instanz, d.h. vor dem zuständigen Arbeitsgericht, jede Partei unabhängig vom Ausgang die eigenen Anwaltskosten tragen. Dazu kommen dann im Falle einer Niederlage noch die Gerichtskosten. In der zweiten Instanz, d.h. vor dem zuständigen Landesarbeitsgericht, fallen ggf. wesentlich höhere Kosten an, da hier auch Zeugen einbestellt werden, deren Reisekosten, Verdienstausfälle usw. von der unterlegenen Partei zu tragen wären. ver.di trägt für Mitglieder alle Kosten der ersten Instanz. Im Falle einer Revision, d.h. im Falle eines Verfahrens vor dem Landesarbeitsgericht, prüft der jeweilige Landesbezirk von ver.di zunächst, ob hinreichend gute Erfolgsaussichten bestehen. Falls ver.di auch das Verfahren in der zweiten Instanz begleitet, fallen für ver.di-Mitglieder auch dort keine Kosten an.

Esther:

Das war bei mir aber nicht der Fall, da ich nicht rechtsschutzversichert bin. Ich glaube ich habe insgesamt etwas weniger als 3000 € bezahlt, den genauen Betrag weiß ich nicht. Die Kosten hängen vom individuellen Fall und dem Streitwert ab – das kann man sich im Internet einfach ausrechnen lassen. (Anm. d. Redaktion: siehe die roten Links unten). In erster Instanz muss man aber – auch wenn man gewinnt – den eigenen Anwalt zahlen. Das ist in den höheren Instanzen anders. Gerichtsgebühren waren bei mir deutlich niedriger als die Anwaltsgebühren. Aber das liegt wohl auch daran, dass ich gewonnen habe.

FAQs zu Gerichtsverfahren der PiA-Vertretung im VPP: http://www.vpp-pia.de/doku/Juristische%20Moeglichkeiten%20Praktische%20Taetigkeit%20FAQ.pdf

Prozesskostenrechner: http://anwaltverein.de/leistungen/prozesskostenrechner

Wie läuft ein Treffen mit dem Anwalt ab? Muss ich schon für die Erstberatung zahlen?

Esther:

Das kommt wohl auf den Anwalt an. Ja, soweit ich weiß, muss man auch eine Beratung bezahlen.

Peter:

Im Vorfeld sollte man sein Anliegen schon mal umreißen, damit der Anwalt sich auf die Materie einstellen kann. Zum ersten Termin kann es dann nicht schaden, alle „Beweise“ mitzubringen, die man schon zusammen hat; außerdem sollte man eine grobe Einschätzung abgeben können bezüglich der Höhe der Forderungen an die Gegenseite. Auf dieser Grundlage wird der Anwalt die Gegenseite zunächst mit den Forderungen konfrontieren – und zu einer entsprechenden Zahlung auffordern. Verstreicht die Frist für eine solche außergerichtliche Einigung, wird der Anwalt bei dem zuständigen Arbeitsgericht Klage einreichen. Auch für die Erstberatung gilt, dass diese für ver.di-Mitglieder bei einem ver.di-Anwalt bzw. durch einen Anwalt des DGB-Rechtsschutzes kostenlos ist. Zudem bieten einige Berufsverbände wie der VPP ihren Mitgliedern eine kostenlose juristische Beratung im Vorfeld an.

Denkt Ihr, Ihr habt mit Euren Klagen zukünftige Anstellungen als Arbeitnehmerinnen gefährdet? Gibt es eine Möglichkeit sich davor schützen?

Peter:

Sicherlich ist man bei einem Arbeitgeber, dem man ein Gerichtsverfahren aufgezwungen hat, nicht gerade ‚erste Wahl‘. Daher muss man sich vor einer Klage gegen einen regional bedeutsamen Arbeitgeber klar machen, dass man dort in den folgenden Jahren eher nicht als Psychotherapeut unterkommen wird.

Esther:

Bei der beklagten Klinik werde und möchte ich sicher in meinen Leben nicht mehr arbeiten.

Wie konntet Ihr als Klägerinnen nachweisen dass Ihr nicht nur ein „Praktikum“ gemacht habt?

Esther:

Ich habe so ziemlich alles, was mir zu der damaligen Arbeit bei Asklepios in den Kopf kam, für das Gericht zwanghaft genau und ausführlich dokumentiert, den zeitlichen Umfang der Tätigkeiten aufgeschlüsselt. Ich habe dargestellt, wie sich meine Arbeit dort von anderen psychologischen Praktika, die ich gemacht habe, unterschieden hat und mein Arbeitszeugnis und meinen Arbeitskalender als einige von mehreren Beweisunterlagen zur Verfügung gestellt. Ich denke diese Vorgehensweise kam mir neben einem ‚schwachen Auftritt‘ der Gegenseite (welches auch angesichts des Fehlens von Argumenten nicht verwundert) und neben einer sehr guten Zusammenarbeit mit meinem Anwalt zu Gute, denn es war gar nicht mehr notwendig, Zeugen anzuhören, wie dies, meiner Kenntnis nach, sonst in den anderen Klagefällen der Fall gewesen ist. Man muss sich schon im Klaren darüber sein, dass man nicht einfach etwas behaupten kann und dann Recht bekommt. Es steckt viel Arbeit darin, es ist wichtig, alles darzulegen und so gut wie möglich zu beweisen.

Dankenswerterweise führte die Gegenseite in meinem Fall auch ein Zitat an, das sinngemäß so lautete: „Der Praktikant läuft mit, schaut zu, probiert auch mal selber aus.“ Und das war nun genau das Gegenteil von dem, was ich im Rahmen meiner Arbeit in der Klinik gemacht habe, das Zitat habe ich dann natürlich gerne aufgegriffen, ebenso wie nicht mit Inhalt gefüllte Worthülsen der Gegenseite wie ‚Anleitung‘ und ‘Supervision‘.

Peter:

Das hängt wirklich von den eigenen Aufzeichnungen zur Praktischen Tätigkeit ab. Am besten macht man sich schon während der Praktischen Tätigkeit detaillierte Notizen über die Anzahl der Einzel- und Gruppentherapien. Dazu reichen ggf. schon die Aufzeichnungen im eigenen Kalender. Hilfreich wären außerdem Arbeitszeugnisse für die Praktische Tätigkeit.

Anm. d. Redaktion: Peter hat uns eine Liste von Beweismitteln erstellt, die sich in früheren Verfahren als brauchbar erwiesen haben:

  • (anonymisierte) Berichte (z.B. Entlassbriefe, Kassenanträge, Wochenberichte, in denen der/die PiA als „Psychotherapeut/in“ geführt wird)
  • Urlaubsformulare (um nachzuhalten, dass der/die PiA wie die festangestellten und vergüteten Therapeuten entsprechende Anträge stellen muss und ggf. Urlaubsvertretung übernimmt o.Ä.)
  • Konkrete Angaben zu behandelten Patienten und entsprechenden Zeiträumen (ggf. durch anonymisierte Berichte nachweisbar)
  • Kalenderauszug zur näheren Aufschlüsselung z.B. zweier Arbeitswochen (mit allen Terminen und zur Verdeutlichung des täglichen / wöchentlichen Arbeitspensums)
  • Dokumentation im klinikeigenen Computersystem
  • eigener Arbeitsplan
  • Zeugen (für PiA-Supervisionsumfang, Testdiagnostik, Berichtsverfassen)
  • Abrechnungsbögen der Testdiagnostik (da hier eine direkt abrechenbare Tätigkeit eigenständig durch eine PiA vollzogen wurde
  • Arbeitszeugnisse der Klinik, die Tätigkeiten und Umfang belegen

Muss man sich Sorgen um die Anerkennung der praktischen Tätigkeit machen, wenn man klagt? Man hört oft, dass die Ämter Anstellungsverhältnisse nicht als praktische Tätigkeit anerkennen.

Esther:

Das weiß ich nicht genau, da es für mich nicht mehr in Frage kommt. Allerdings habe ich im Rahmen meiner Klagesache gelernt, dass das Psychotherapeutengesetz gerade nicht vorschreibt, ob die praktische Tätigkeit ein Angestelltenverhältnis oder ein Praktikum sein soll. Demnach muss es eigentlich anerkannt werden.

Peter:

Wenn das Gericht der Klage statt gibt und die Ausbildung zum Zeitpunkt der Urteilsbegründung noch nicht abgeschlossen ist, hängt es von dem Umfang der psychotherapeutischen Tätigkeit in den Einrichtungen ab, ob ein Risiko einer nachträglichen Aberkennung durch die zuständige Landesbehörde besteht. In einem bekannten Urteil hat das Gericht zum Beispiel festgestellt, dass die PiA-Tätigkeit etwa im Umfang von 40% der ‚Erbringung wirtschaftlich verwertbarer Leistungen‘ diente. Dies entsprach daher einer Vergütung in Höhe von 1000€ pro Monat. Hier ist das Risiko sehr gering. Ein anderer Sachverhalt liegt vor, wenn jemand eine volle Vergütung als Psychologe zugesprochen bekommt; denn dann fällt der Ausbildungscharakter der Praktischen Tätigkeit ja vollständig weg. Generell geht es um den Anteil der für die Klinik ‚wirtschaftlich verwertbaren Leistungen‘ innerhalb der praktischen Tätigkeit.

Esther, Du hast mit Deiner Klage in zweiter Instanz ein rechtskräftiges Urteil erreicht. Wann endet eine Klage im Vergleich und wann kommt es zum rechtskräftigen Urteil? Musstest Ihr eine Schweigepflichtvereinbarung unterschreiben?

Peter:

Ein Vergleich zwischen den Parteien kann jederzeit geschlossen werden. Insbesondere dient der sogenannte Gütetermin zu Beginn des Verfahrens in der ersten Instanz explizit diesem Zweck. Kommt es zu keiner Einigung zwischen den Parteien, entscheidet das Gericht. Ergebnisse von Vergleichen unterliegen der Vertraulichkeit und dürfen nicht nach außen getragen werden.

Esther:

Ob ein Vergleich geschlossen wird, hängt natürlich von den Angeboten der beiden Seiten ab. Da in meinem Fall kein Vergleich zustande gekommen ist, gibt es für mich keine Schweigepflichtvereinbarung, die ich ohnehin auch nie unterschrieben hätte.

Kann man sich in einer Gruppe mit einem Anwalt zusammentun?

Peter:

Nein, das deutsche Arbeitsrecht ist Individualrecht, d.h. jeder Fall muss einzeln betrachtet und verhandelt werden. Eine Sammelklage, wie man das öfter im Fernsehen mitbekommt, gibt es im deutschen Arbeitsrecht nicht.

Glaubst Ihr, Eure Klagen haben möglicherweise Nachteile für nachfolgende PiA-Generationen?

Peter:

Ja, das kann man bereits seit längerem beobachten, vor allem seit dem bekannten Prozess vor dem Landesarbeitsgericht Hamm. Eine Klinik muss aber gar nicht selbst betroffen gewesen sein. Es reicht aus, dass die Klinik-Verwaltung das Risiko zukünftiger Klagen für hinreichend hoch hält – und schon wird das Kontingent an Stellen für die Praktische Tätigkeit heruntergefahren. Dasselbe Problem wird sich aufgrund der Einführung eines Mindestlohnes in Deutschland ab diesem Jahr weiter verschärfen, weil viele Klinikverwaltungen befürchten, dass den PiA ein Anspruch auf Mindestlohn zugesprochen werden könnte. Diese Sorge ist allerdings eher unberechtigt, da die Praktische Tätigkeit aus juristischer Sicht eher einem Pflichtpraktikum gleichkommt – und Pflichtpraktika sind nun einmal vom Mindestlohn explizit ausgeschlossen. Allerdings teilen viele PiA diese Auffassung natürlich nicht.(Anm. d. Redaktion: Ein entsprechende Stellungnahme zum Mindestlohn wurde vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales bis heute nicht direkt beantwortet)

Esther:

Ich finde es bezeichnend, dass wir – damit meine ich uns Psychologen und PiA – direkt wieder überängstlich anfangen, diese möglichen Nachteile heraufzubeschwören und als Rationalisierung für weitere Anpassung nutzen, auch, wenn es natürlich legitim ist, über diese Frage nachzudenken. Meiner Meinung nach scheitert auch Vieles von dem, worüber wir uns beklagen, an unserer eigenen – nun schon jahrelangen – Unterwerfung, aus der wir uns meiner Wahrnehmung nach aber allmählich emanzipieren, z.B. in Form von Demos und Petitionen, und letztendlich auch in Form der gerichtlichen Klage.

Um die Frage nach Nachteilen zu beantworten, muss man sich ja erstmal fragen, was denn überhaupt ein Nachteil sein könnte? Dass wir gar nicht mehr die Möglichkeit haben, zu arbeiten, auch nicht für einen Hungerlohn? Sind Psychologen dann plötzlich überflüssig geworden? Wohl kaum. Oder werden die Kliniken dann wirklich dazu übergehen, nur noch ausgebildete Psychotherapeuten einzustellen? Das wäre ja denkbar. Wenn das so wäre, dann finde ich das auch richtig so – zumindest nicht grundsätzlich falsch. Es kann nicht sein, dass PiA, so wie es aktuell der Fall ist, einfach an Stelle von erfahrenden Psychotherapeuten eingesetzt werden, um Kosten zu sparen. Hiervon profitiert nur eine Seite, nämlich die Klinik, nicht jedoch überforderte und erschöpfte PiA und schwerkranke Patienten (Anm. d. Red.: Das Berliner PiA-Forum hat kürzlich eine Umfrage durchgeführt, wie PiA sich in den Kliniken betreut fühlen). Wieso dürfen im ambulanten Bereich nur ausgebildete Therapeuten mit Patienten arbeiten, im stationären Bereich, in dem wie jeder weiß die Patienten in der Regel noch bedürftiger sind, aber auch PiA? Damit meine ich nicht, dass PiA in Kliniken nichts zu suchen haben, denn wir haben ja immerhin ein Diplom oder einen Master-Abschluss in Psychologie und kennen uns bereits sehr gut mit der klinischen Psychologie aus, vor allem natürlich aber in theoretischer Hinsicht.

Aber PiA sollten das sein, was sie sind: In der Regel junge Menschen, die frisch von der Uni kommen und erst einmal praktisch etwas lernen sollen und müssen und Anleitung benötigen. Was ich konkret damit meine: PiA machen auch mal Einzelgespräche und leiten auch mal eine Gruppe, sie schreiben auch Arztbriefe und machen Diagnostik, aber sie machen dies nicht überwiegend und eigenständig, sondern sie erhalten Gelegenheit, dies zu beobachten, selber zu erproben und darüber mit erfahrenen Menschen zu sprechen. Das standardmäßig, unkritisch verwandte Wort Supervision wird nicht nur als Floskel für angebliche Anleitung benutzt, sondern auch wirklich so gelebt. Es gibt Möglichkeiten des Ausprobierens, aber die Anleitung und Ausbildung überwiegt.

Und wenn sie dies nicht tut, dann ist das Arbeitsverhältnis auch als solches zu benennen und zu vergüten. PiA können nicht in jedem Fall ausgebildete Therapeuten ersetzen, das ist ganz einfach eine Überforderung. Wie soll ein solches System, das auf Überforderung von Therapeuten fußt, denn letztendlich zum Wohle des Patienten fungieren? Aber ich habe den Eindruck, genau darum, um das Wohl der Patienten, geht es bezeichnenderweise in vielen Kliniken schon lange nicht mehr. Wir sind ein Teil eines meiner Meinung nach mittlerweile an vielen Stellen inhumanen ‚Systems Psychiatrie‘, in dem wir auf unserem gehetzten und beschwerlichen Weg zur Approbation notgedrungen, aber nicht alternativlos mitspielen. Das geht eben nicht nur zu unseren eigenen Lasten, sondern auch zu Lasten der Patienten. Das können und sollten wir als Psychologen einfach auch nicht länger verleugnen. Dazu möchte ich die Präambel der ethischen Richtlinien der DGPs und des BDP zitieren: “Psychologen achten die Würde und Integrität des Individuums und setzen sich für die Erhaltung und den Schutz fundamentaler menschlicher Rechte ein. Psychologen sind dazu verpflichtet, in der praktischen Ausübung ihres Berufs zu jeder Zeit ein Höchstmaß an ethisch verantwortlichem Verhalten anzustreben. Sie sind dazu verpflichtet, die Rechte der ihnen beruflich anvertrauten Personen nicht nur zu respektieren, sondern, wann immer erforderlich, auch aktiv Maßnahmen zum Schutz dieser Rechte zu ergreifen. In ihrer beruflichen Tätigkeit […] sind sie wachsam gegenüber persönlichen, sozialen, institutionellen, wirtschaftlichen und politischen Einflüssen, die zu einem Missbrauch bzw. zu einer falschen Anwendung ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten führen könnten“.

Anstatt uns also überängstlich nach Nachteilen zu fragen, sollten wir endlich damit aufhören uns unterzuordnen und damit anfangen unsere Rechte selbstbewusst einfordern. Wenn die Kliniken etwas ändern, ist das ein Erfolg, kein Nachteil. Veränderung bedeutet meiner Lebenserfahrung nach nicht, dass alles zusammenbricht. Gerade wir sollten doch am besten wissen, wie man mit katastrophisierenden Kognitionen umgeht. Es wird auch künftig Möglichkeiten geben, im Rahmen einer Ausbildung zum Psychotherapeuten praktische Erfahrungen zu sammeln, ohne dabei ausgebeutet zu werden! Auch junge Ärzte haben solche Möglichkeiten. Wir Psychologen und Psychotherapeuten werden nicht überflüssig werden. Solche Weltuntergangsszenarien im Sinne von ‚Wir kriegen gar keine Arbeit mehr‘ gelten meiner Meinung nach also nicht mehr und können als Abwehr von Angst, der Angst vor Konflikt und Unruhe, entlarvt werden. Meiner Einschätzung nach können sich eigentlich nur Vorteile für nachfolgende PiA-Generationen ergeben. Schlimmer geht’s in diesem Fall tatsächlich doch nicht mehr.

PSYCHOTHERAPEUTEN & PIA-DEMO BERLIN am 25.9.!!!

Liebe Berliner PiA,

hier gibt es aktuelle Infos zur Demo am nächsten Donnerstag in Berlin! Kommt zahlreich und leitet bitte die Information weiter.

Es wird einen Redebeitrag zur Situation der PiA geben. Packt Eure T-Shirts, Pfeiffen und Schilder aus und kommt mit!

Aktionstag Psychotherapie 25. September 2014

Liebe Teilnehmer des Aktionstages,

der Aktionstag rückt näher und mittlerweile können wir über 1100 Anmeldungen verzeichnen.

Ablauf:

  • 12.00 – 12.30 Uhr
    Treffen am Potsdamer Platz (Hauptplatz S-Bahnhof an der grünen Uhr) und Ausgabe der T-Shirts
  • 12.50 Uhr
    Auftakt & Begrüßung
  • 13.00 Uhr
    Start des Demonstrationszug
  • 16.00 Uhr
    Abschlusskundgebung vor dem BMG

Route

  • Leipziger Straße
  • Friedrichstraße
  • Dorotheestraße
  • Wilhelmstraße
  • Luisenstraße
  • Reinhardtstraße (GKV Spitzenverband)
  • Friedrichstraße (Abschlusskundgebung BMG)

Eigene Plakate, Slogans etc. sind erwünscht!

Der Demonstrationszug wird lautstark durch die Samba-Gruppe „Sapucaiu no Samba“ unterstützt

  • Vor dem BMG wird auch eine Protestnote übergeben, in der alle Forderungen noch einmal ausführlich und nachvollziehbar aufgeführt sind.

Natürlich werden die Handzettel und weitere Informationen auch auf die Aktionstag-Homepage eingestellt (www.aktionstag-psychotherapie.de).

 

Noch 6 Tage!

Einladung zum 6. PiA-Politik-Treffen

Liebe PiA,

das Organisations-Team des PiA-Politik-Treffen lädt herzlich zum nächsten Treffen am 22.09.2014 in Berlin ein!

Beim Treffen sollen Mindestanforderungen der PiA an die Ausbildungsreform formuliert werden. Darüber hinaus gibt es eine Podiumsdiskussion zum Thema „Wie beantwortet Ihr Modell unsere Forderungen?“ mit:

– Wolfgang Dube (ver.di),
– Peter Freytag (VPP im BDP),
– Barbara Lubisch (DPtV),
– Marc Wedjelek (BKJ)

Hier geht es zur Online-Anmeldung zum Treffen. (Spontan-Anmeldungen noch bis Sonntag, 21.9., 18 Uhr möglich!!!)

Hier gibt es die Einladung mit mehr Information zum Treffen und zur Reform.

Wir freuen uns über zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer!

 

Neue Termine

15.02.2014, 10 bis 17 Uhr: PiA-Tag Baden-Wüttemberg in Heidelberg (Psychologisches Institut der Universität Heidelberg)

PiA-Tag Baden-Wüttemberg am 15.2. in Heidelberg
Liebe Kolleginnen und Kollegen, Die PiA-Vertretung im VPP lädt ein zum ‚ PiA-Tag Baden-Württemberg‘ am Samstag, den 15. Februar, von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr, im Psychologischen Institut der Universität Heidelberg. Neben prominent besetzten Praxis-Workshops zur Schematherapie (Dr. Roediger, IFS-T Frankfurt) und zur Systemischen Therapie (Alexander Herr, Milton-Erickson-Institut Heidelberg) bietet der ‚ PiA-Tag Baden-Württemberg‘ auch aktuelle Infos zu berufspolitischen Entwicklungen (z.B. zur anstehenden Reform des Psychotherapeutengesetzes). Das alles gibt’s für VPP-Mitglieder zum Nulltarif – inkl. Catering und Rundum-Versorgung in den Kaffee-Pausen.

Melde Dich am besten gleich an per Email an freytag@app-koeln.de oder per angehängtem Anmeldeformular an „Peter Freytag, Wiersbergstraße 33, 51103 Köln“.

Viele Grüße von Deiner PiA-Vertretung im VPP

Peter Freytag, Robin Siegel, Martina Reimitz

http://www.vpp-pia.de/doku/2014_01_21_PiATag2014.pdf

http://www.vpp-pia.de/m13/2013_x8.php

 

20.02.2014, 17 Uhr: PiA-Treffen bei ver.di Berlin (Köpenicker Straße 30 10179 Berlin, Raum 6.04)

Vorschlag für die Tagesordnung:

– Bericht vom Runden Tisch
– Definition und Umsetzung von inhaltlichen Qualitätskriterien der Praktischen Tätigkeit
– Wie nutzen wir die Handlungshilfen?
– neue Regeln des LAGeSo – zusätzliche Verknappung von Plätzen für die Praktische Tätigkeit?

Alle Berliner PiA sind herzlich eingeladen!

 

14.03.2014, 9 bis 16 Uhr: ver.di PiA AG meets ver.di Fachkommission PP/KJP (Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin)
Liebe Kollegin, lieber Kollege,hiermit laden wir Dich zu unserem gemeinsamen Treffen der
FK PP/KJP und der ver.di PiA-AG ganz herzlich ein.

Freitag, den 14. März 2014, 09.00 – 16.00 Uhr
In der ver.di Bundesverwaltung
Raum: 7.A. Boell-Seghers
Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin

Einen Vorschlag für die Tagesordnung findest Du im Anhang.
Einen Anreisehinweis haben wir beigefügt. Die Reisekosten
werden nach den ver.di-Reisekostenregelungen erstattet.
Wir bitten um Rückmeldung über Deine Teilnahme / Nicht-Teilnahme bis zum 17.02.2014. Falls eine Anreise am Samstag erforderlich ist, bitten wir um Mitteilung an Sandra Koziar (sandra.koziar@verdi.de Tel. 030/6956-1852), damit die Zimmerreservie-rung vorgenommen werden kann.
Die Übernachtung erfolgt im nahegelegenen InterCity-Hotel.

Mit freundlichen Grüßen
gez. Melanie Wehrheim

Vorschlag für die Tagesordnung
1. Begrüßung/Vorstellung
2. Gemeinsame Sichtung der Positionen/Veröffentlichungen
3. Inhaltliche Verständigung zur Überarbeitung der Eckpunkte
4. Arbeitsgruppen: Aktualisierung der Eckpunkte
5. Vorstellung der Arbeitsgruppenergebnisse
6. Bildung eines redaktionellen Teams zur Fertigstellung der Broschüre
7. Verschiedenes

24.03.2014, 9 bis 17.30 Uhr: 5. PiA-Politik-Trefffen (Masurenallee 6A, 14057 Berlin)
Gerne können Sie sich jetzt schon per E-Mail anmelden: info@piapolitik.de.Bitte geben Sie dabei ihr Bundesland und eventuelle Verbände bzw. Organisationen an.
Die Teilnahme ist kostenfrei.Info: http://www.piapolitik.de/

Datum: 24.03.2014 // Zeit: voraussichtlich 09:00 – 17:30 Uhr

Ort:
Kassenärztliche Vereinigung Berlin
Masurenallee 6A
14057 Berlin

Anfahrt:
S-Bahn: S 41, S 42, S 46 (Messe Nord/ICC)
U-Bahn: U 2 (Kaiserdamm)
Bus: M 49, 104, 218, 349 (Haus des Rundfunks)

PTK Berlin: Vollversammlung und Wahl der PiA-Vertretung am 30.01.2014

Liebe Berliner PiA und KJPiA,

die PiA/KJPiA-Vertreter/innen und der Vorstand der Psychotherapeutenkammer Berlin laden herzlich zur nächsten Vollversammlung und Wahl der PiA-Vertretung am Donnerstag, den 30.01.2014 um 20:00 Uhr in die Psychotherapeutenkammer Berlin ein.
Hier die Einladung als PDF herunterladen

Ort: Geschäftsstelle der PTK, Kurfürstenstr. 184, 10707 Berlin (3. Obergeschoss)
Hier geht’s zum Facebook-Event

Bitte meldet Euch für die organisatorische Vorbereitung kurz bei Antje Buckow (buckow@psychotherapeutenkammer-berlin.de) per E-Mail an. Frau Buckow steht darüber hinaus für Fragen zu Verfügung.

Happy 5000!

 HAPPY

5000-klein

Wir feiern über 5000 Facebook-Fans!

facebook.com/pia.im.streik

Um das erfolgreiche politische Jahr ausklingen zu lassen, treffen wir uns unpolitisch & um die Party- und Weihnachtsstimmung zu fördern auf dem Klunkerkranich mit wunderschönem Ausblick.

Einladung auf Facebook – Einladung als PDF

  • Die ersten PiA-Gäste bekommen ein Freigetränk. Einfach nach den PiA-T-Shirts Ausschau halten.
  • Bis 21 Uhr ist auf dem Kranich ein Weihnachtsmarkt geöffnet und noch länger die Bar!

Zeit: Samstag, 14.12.2013, ab 19 Uhr
Ort: Klunkerkranich, Karl-Marx-Str. 66, 12043 Berlin
/ U: Rathaus Neukölln

+++ ZUGANG ZUM KRANICH +++
Karl-Marx-Str. 66, den Eingang von der Bibliothek und der Postbank nehmen, in die Fahrstuehle rein, bis ins 5. OG fahren, dann die Parkhausschnecke nach oben benutzen und zackbum: da!

Wir freuen uns über so große und breite Unterstützung. Bei 15.000 Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in Ausbildung ist das eine ansehnliche Zahl.

WDR Westpol am Sonntag um 19:30h…

…gucken! (Information zur Sendung hier)
Es wird wohl einen etwa 5-min Beitrag zur Sit. der PiA geben. Heute gab es wohl eine thematische Wende: Durch die in dieser Form wohl ungewollte aber doch „freundliche Unterstützung“ eines Chefarztes wurde das Thema Arbeitsrecht und miserable Behandlung der PiA in den Vordergrund gerückt. So ist zu hoffen, dass das ganze nicht unter „Therpaie beim Praktikanten“ läuft sondern auf die wirkliche Problematik (Arbeit ohne Bezahlung und ohne Rechte) hinausläuft.

ver.di PiA-AG am Sonntag, 27.10.13

Einladung zum bundesweiten Treffen der ver.di PiA-AG

Sonntag, den 27. Oktober 2013, 11.00 – 16.00 Uhr
im ver.di Bildungszentrum
„Clara Sahlberg“ Berlin-Wannsee
Koblanckstr. 10, 14109 Berlin

Vorschlag für die Tagesordnung

  1. Begrüßung/Besprechung der Tagesordnung
  2. Protokoll vom 23.06.2013
  3. Entsendung eines stellv. Mitglieds der PiA-AG in die Fachkommission PP/KJP
  4. Berichte aus den Praktikumsbetrieben und den Ausbildungsinstituten
  5. Fertigstellung „Checkliste Ausbildungsinstitute“
  6. Aktivitäten der PiA – Berichte zu den aktuellen Aktivitäten und 4. bundesweitem PiA-Politik-Treffen
  7. Weitere Arbeits- und Terminplanung
  8. Verschiedenes

Anmeldung bei Sandra Koziar (sandra.koziar@verdi.de Tel. 030/6956-1852, FAX 030 / 6956-3420)

Die ver.di PiA-AG ist ein Arbeitskreis, der sich mit der Ausbildung und der Verbesserung der Ausbildungsstrukturen beschäftigt. Teilnehmen können PiA, Studierende und Approbierte aus dem gesamten Bundesgebiet. Eine Mitgliedschaft ist nicht erforderlich. Für ver.di-Mitglieder werden Übernachtungs- und Reisekosten übernommen.

https://www.facebook.com/events/470541143042561/

Di, 15.10.13 um 19:30 Uhr: Berliner PiA-Forum

Einladung zum Berliner PiA-Forum – Liebe Institutssprecherinnen und Institutssprecher, liebe Berliner PiA,

wir laden Euch herzlich zum 3. Berliner PiA-Forum ein. Wir treffen uns am 15.10.2013 um 19:30h in den Räumen der dgvt, Sybelstr. 9, 10629 Berlin. Unsere vorläufige Tagesordnung (bitte ggf. Ergänzungswünsche rückmelden!):

  1. Begrüßung und Vorstellung der dgvt
  2. Vorstellungsrunde, Stand der Vernetzung
  3. Öffentlichkeitsarbeit/Information: was brauchen wir? E-mail-Verteiler, Newsletter, Poster, Folien etc.
  4. Bericht: Liste der ausbildenden Kliniken
  5. PiA in die Kammer: Kurzpräsentation
  6. Input und Diskussion: Qualitätskriterien für Ausbildungsinstitute
  7. Unterstützung der Aktion für mehr Personal im Krankenhaus der Charité
  8. Termine, sonstiges

Das 4. PiA-Politik-Treffen hat am 23.9. eine Resolution zu Qualitätskriterien für Ausbildungsinstitute verabschiedet. Diese möchten wir gerne mit Euch diskutieren und auf Berliner Verhältnisse anpassen. Damit wir alles auch gut untereinander abstimmen können, wünschen wir uns, dass von jedem Institut 1-2 Institutssprecher/-innen sowie alle interessierten PiA Berlins zum Treffen kommen. Da wieder mehr als genug ansteht, haben wir uns fest vorgenommen, dieses Mal straffer durch das Programm zu moderieren. Versprochen!

Wir freuen uns auf Euch!

Hannah, Frank, Benjamin, Yvonne, Julia und Katharina (Euer PiF-Rat)
berlin@piaforum.de


http://piaforum.de/

Was ist das PiA-Forum? Das Berliner PiA-Forum ist das demokratische Vernetzungsorgan der Berliner Psychotherapeuten/innen in Ausbildung für Erwachsenenpsychotherapie sowie Kinder- und Jugendpsychotherapie. Es dient der Umsetzung der Idee „21 Institute, eine PiA-Schaft“ und hat die Aufgabe, den Informations- und Meinungsaustausch aller Berliner Psychotherapeuten in Ausbildung zu fördern.

http://piaforum.de/pif-rat/

ver.di Veranstaltungen: Mi, 9.10.13 und Do, 10.10.13

MITTWOCH, 9. Oktober, 13 Uhr bis ca. 16:30 Uhr, Raum Othello, ver.di-Bundesverwaltung, Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin

ver.di Veranstaltung: Initiative gegen Pauschalierende Entgelte in der Psychiatrie konfrontiert Politikerinnen und Politiker mit Argumenten der Fachwelt

Gegen den ausdrücklichen Widerstand fast aller Fachverbände sowie der meisten Psychiatrie-Erfahrenen und der Deutschen Krankenhausgesellschaft läuft seit dem 1. Januar 2013 die Testphase eines neuen Entgeltsystems für Psychiatrie und Psychosomatik. Dieses Vorgehen wurde einseitig von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr
(FDP) per Verordnung festgelegt, ohne Rücksicht darauf, dass das PEPP-System an den Bedürfnissen psychisch erkrankter Menschen vorbei geht und seine empirische Grundlage völlig unzureichend ist.

http://www.weg-mit-pepp.de/presse/hintergrund-weg-mit-pepp

Vollständige Pressemeldung:
https://www.facebook.com/events/1422201001333121/

——–
DONNERSTAG, 10. Oktober 2013, 15:00 – 18:00 Uhr, Raum Aida, ver.di Bundesverwaltung, Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin

Informations- und Diskussionsveranstaltung Psychotherapeuten/-innen in Ausbildung (PiA) –
Unterwegs auf dem Klageweg?!
Welche Möglichkeiten bietet der individual-arbeitsrechtliche Klageweg und welches Potenzial haben betrieblich-kollektive Lösungsansätze für die Beendigung sittenwidriger Arbeitsbedingungen von PiA?

Im Rahmen unserer Veranstaltung wollen wir über die bisher erzielten Erfolge informieren und eine gemeinsame Einschätzung vornehmen, welche Strategie – individuell oder kollektiv – Erfolg versprechender erscheint.

Vollständiger Text auf Facebook:
https://www.facebook.com/events/501797703201867/

Heute Bundestagswahl – morgen PiA-Politik-Treffen

Die Reform des PsychThG soll in Koalitionsverhandlungen berücksichtigt und in der kommenden Legislaturperiode umgesetzt werden! Denn nur eine gesetzliche Änderung, kann langfristig die Ausbeutung von angehenden PsychotherapeutInnen verhindern. Alle bisherigen Erfolge (geringfügige Erhöhungen der Vergütung in den Kliniken) sind willkürliche Entscheidungen und können jederzeit wieder zurück genommen werden. Außerdem haben viele Kliniken auf unseren Protest gar nicht reagiert und wir sind von einer angemessenen Bezahlung unserer Leistung während der praktischen Tätigkeit meilenweit entfernt.

Deshalb der Aufruf an alle: Beteiligt euch an der Wahl! Macht von euerm Wahlrecht Gebrauch und wählt die Partei, die am wahrscheinlichsten die Reformvorschläge umsetzen wird. Schwarz-Gelb hat es in der zu Ende gehenden Legislaturperiode versäumt. Wir hörten Versprechungen (die Bund-Länder-Arbeitsgruppe kümmert sich drum), aber dabei blieb es auch. SPD und Grüne zeigten in den vergangen Jahren Initiative. Aber würden sie die Reform umsetzen, wenn sie an die Macht kämen? Als Oppositionsparteien haben sie nur wenig Einfluss auf Gesetzesvorhaben, wie wir bisher erleben konnten.

Wir haben im Vorfeld der Wahl einige Abgeordnete auf die notwendige Reform aufmerksam gemacht. Hier können die Antworten nachgelesen werden:

http://psychotherapeutenwiki.de/Berufspolitik/Antworten_von_Abgeordneten/

Morgen findet das 4. PiA-Politik-Treffen in Berlin statt: http://piapolitik.de/
Es gibt 50 Anmeldungen, Gäste sind Vertreter der Bundespsychotherapeutenkammer und des Bundesgesundheitsministeriums. Im Programm stehen Vorträge, Diskussionen und Workshops. Wer nicht teilnehmen kann, sich aber trotzdem engagieren will, kann das Treffen über seine Facebook- oder Twitter-Stimme unterstützen:

http://thndr.it/1fNquKd

+++ TERMINE +++

17.09.13, 18 Uhr: PiA in & vor die Kammer! – Konstituierende Delegiertenversammlung PtK Berlin, Apothekerkammer Berlin, Littenstr. 10, 10179 Berlin
https://www.facebook.com/events/195179570660679/

18.09.13, 17 Uhr: PiA-Treffen bei ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg, Köpenicker Str. 30, 10179 Berlin-Mitte
https://www.facebook.com/events/696876753660732/

23.09.13: 4. PiA-Politik-Treffen, 9.30 – 17.30 Uhr, DGB-Gewerkschaftshaus, Keithstraße 1+3, 10787 Berlin (Schöneberg)
http://piapolitik.de/
!!! Unterstütze das PiA-Politik-Treffen: http://thndr.it/1fNquKd !!!

10.10.13: PiA-Tagung bei ver.di („PiA auf dem Klageweg?!), 15-18 Uhr, ver.di Bundesverwaltung, Raum: AIDA, Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin
https://www.facebook.com/events/501797703201867/

15.10.13: PiF – Berliner PiA-Forum, Vernetzungsorgan der Berliner PPiA und KJPiA, 19.30 Uhr, dgvt
http://piaforum.de/

27.10.13: ver.di PiA-AG (bundesweites Treffen), 11-16 Uhr, ver.di Bildungszentrum „Clara Sahlberg“ Berlin Wannsee, Koblanckstr. 10, 14109 Berlin, Anmeldung bei Sandra Koziar, ver.di, Fachbereich 3, 030/6956-1852, sandra.koziar@verdi.de
https://www.facebook.com/events/470541143042561/

Flashmob

Liebe PiA, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

bald wird wieder gewählt, und damit werden auch alle politischen Vorhaben neu geschneidert. Wir wollen die Reform der Psychotherapie-Ausbildung auf der Agenda in den Koalitionsverträgen ganz oben sehen!

Um das zu forcieren, planen wir einen bundesweiten Freeze-Flashmob am 9.9.2013 um 19:00 Uhr unter dem Motto: “Stillstand seit 1999 – Reform jetzt!”

FlashMob am 9.9. 19 Uhr! Mehr Info hier!

Einladung: Treffen der Jungen Psychotherapeuten der DPtV

Die DPtV informiert:
„Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

der Bundesvorstand der DPtV lädt alle interessierten jungen Psychotherapeuten (PiA und Neuapprobierte), die am Wochenende noch Zeit und Interesse haben, zu einem Treffen am Freitag, 06. September 2013 von 13.00 – 17.30 Uhr in der Bundesgeschäftsstelle der DPtV, Am Karlsbad 15, 10785 Berlin ein.

Ein Schwerpunkt soll das Gespräch mit unserem Justiziar Dr. Plantholz über die PiA-Klageverfahren in Hamm und Hamburg sein. Ihre Reisekosten (in Höhe einer Fahrkarte DB 2. Klasse, gerne Sparpreis) werden von der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung übernommen, auch dann, wenn Sie z.B. am Sonntagabend zurückreisen. Über weitere Zusagen freuen wir uns. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung, Sie erreichen uns unter 030-235 009 0 oder per Mail unter bgst@dptv.de.

Mit freundlichen Grüßen
Deutsche PsychotherapeutenVereinigung

Bundesgeschäftsstelle
Am Karlsbad 15
10785 Berlin
Tel. 030/23 50 09 0

Fax 030/23 50 09 44
bgst@dptv.de

www.dptv.de

Mittwoch, 7.8., 17 Uhr, PiA-Treffen bei ver.di Berlin-Brandenburg

PiA-Treffen bei ver.di Berlin-Brandenburg
Mittwoch, 07.08.2013, 17 Uhr

Themenvorschläge:
– Runder Tisch der Ausbildungsinstitute, Arbeitgebervertreter und ver.di: Wie können wir PiA uns einbringen?
– Die Arbeit der aktiven PiA bei Vivantes: Wie können Forderungen mithilfe des Betriebsrats und ver.di durchgesetzt werden?
– Vorbereitung der ver.di-Veranstaltung am 10.10.13

Ver.di PiA-AG: Neuer Termin im Oktober

Ver.di PiA-AG (bundesweites Treffen)

Sonntag, 27.10.13, von 11 Uhr bis 16 Uhr
im ver.di Bildungszentrum
„Clara Sahlberg“ Berlin Wannsee
Koblanckstr. 10
14109 Berlin

Die ver.di PiA-AG ist ein Arbeitskreis, der sich mit der Ausbildung und der Verbesserung der Ausbildungsstrukturen beschäftigt. Teilnehmen können PiA, Studierende und Approbierte aus dem gesamten Bundesgebiet. Eine Mitgliedschaft ist nicht zwingend erforderlich. Für ver.di-Mitglieder werden Übernachtungs- und Reisekosten übernommen.

Anmeldung und Anfragen:
Sandra Koziar, ver.di, Fachbereich 3
030/6956-1852
sandra.koziar@verdi.de

http://gesundheit-soziales.verdi.de/berufe/psychotherapeut-in/
http://www.verdi.de/ueber-uns/mitglied-werden